Kollektenprojekt Beni

Umweltbildung und Agroforst-Projekte mit inidgenen Frauen

Treffen mit den indigenen Gemeinden in Beni
Die Zusammenarbeit der EPARU mit den indigenen Gemeinden ist schon seit vielen Jahren erfolgreich.

Das Vikariat Beni liegt im Nordosten Boliviens im Amazonasbecken. Hier sind ca. 20 verschiedene Ethnien beheimatet. Die Menschen leben von der Vieh-, Land- und Holzwirtschaft, denn die Region ist bekannt für die hohe Qualität und Vielfalt ihrer Holzsorten. Dies hat eine starke Abholzung des Regenwaldes durch Dritte zur Folge.

Seit gut 30 Jahren arbeitet das Team der Landpastoral EPARU mit den indigenen Völkern, die im Beni entlang der Flüsse leben. In dieser Gegend gibt es keine Straßen, sodass die Gemeinden nur auf dem Flussweg zu erreichen sind, wofür in manchen Fällen mehrere Tage nötig sind. In der Vergangenheit standen vor allem die Themen Gesundheit, Bildung, Glaube und Landwirtschaft auf der Tagesordnung von EPARU. In den letzten Jahren kam das Thema Umweltschutz hinzu. Dazu arbeitete die EPARU zunächst mit Kindern und Jugendlichen, um bei ihnen durch Baumpflanz- und Müllsammel-Aktionen ein Bewusstsein für die Bedeutung von Umweltschutz zu wecken.

Setzlinge werden herangezogen
Nach dem Heranziehen werden die Setzlinge in den Gärten gepflanzt.


der Fluss als Transportweg
Viele der Gemeinden sind nur auf dem Flussweg erreichbar.

Mit dem diesjährigen Kollektenprojekt legt die EPARU den Schwerpunkt auf die Zusammen-arbeit mit indigenen Frauen aus 15 verschie-denen Gemeinden entlang der Flüsse Isiboro, Mamoré und Sécure. Denn in den indigenen Kulturen sind die Frauen verantwortlich für die Weitergabe von Wissen, Werten und Tradi-tionen. Eine dieser Traditionen ist die Brand-rodung. Diese Art der Rodung hat allerdings führt dazu, dass die Flächen nur maximal zwei Jahre nutzbar sind, da wichtige Nährstoffe verloren gehen und sich somit die die Boden-fruchtbarkeit stark verringert. Dies hat wiederum zur Folge, dass spätestens alle zwei Jahre Urwaldflächen in Ackerland umgewandelt werden.

EPARU möchte die Frauen dazu bewegen, mit dieser Tradition zu brechen und stattdessen Agroforst-Systeme anzulegen. Diese Systeme, bei denen Gemüse, Obst und Bäume zusammen angepflanzt werden, erhöht die Bodenfruchtbarkeit und somit die Erträge und senkt das Risiko von Bodenerosion und Austrocknung. Dadurch können die Flächen über viele Jahre hinweg genutzt werden, ohne dass weitere Flächen gerodet werden müssen.

Ziel des Projektes ist es, die Frauen beim Anlegen von privaten und Gemeindegärten zu unterstützen, um zum einen die Ernährung der einzelnen Familien, vor allem der Kinder, sicherzustellen, zum anderen aber auch, die Überschüsse ihrer Ernte auf dem Markt zu verkaufen, um so ein Einkommen zu generieren. Dazu hat EPARU zwei Agrarwissenschaftler beauftragt, den Frauen in Theorie- und Praxis-Workshops das nötige Wissen zu vermitteln und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Neben den Frauen sollen auch die Kinder und Jugendlichen der Schulen, mit denen bereits in der Vergangenheit gearbeitet wurde, im Verlauf des Projektes hinzugezogen werden, um die Frauen bei der Pflege der Gärten und der Aufzucht der Bäume zu unterstützen und ihr Bewusstsein für den Umweltschutz weiter zu stärken. In den Gemeinden sollen außerdem ökologische Küchen gebaut werden, die weit weniger Holz verbrauchen, als es beim Kochen über dem offenen Feuer der Fall ist, wodurch weitere Abholzung von Regenwald vermieden werden kann.

Das Projekt soll im Rahmen der Erntedank-Kollekte und der Bolivien-Partnerschaftswoche 2017 gefördert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 7.000 Euro.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende an:

Bistum Trier, Bolivienpartnerschaft

IBAN: DE62 3706 0193 3007 8480 47
BIC: GENODED1PAX

Spendenvermerk: 300006-Kollektenprojekt Beni

Für die Spendenquittung unbedingt die eigene Anschrift im Betrefffeld der Überweisung angeben. Danke!