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Nachrichten aus der Bolivienpartnerschaft

  • Zukunftskonferenz der Kirche in Bolivien mit den Bistümern Hildesheim und Trier

    Hildesheim/Santa Cruz/Trier – Mehr Einsatz für die „Sorge um das gemeinsame Haus“ und eine stärkere Beteiligung von jungen Menschen: Diese Impulse gehen von der digitalen Zukunftskonferenz der Katholischen Kirche in Bolivien mit den deutschen Bistümern Trier und Hildesheim aus. Vom 18. bis 20. Juli hatten über 50 Engagierte und Verantwortliche über den Stand der Partnerschaft und zukünftige Projekte beraten.

    Hintergrund dieser Zukunftswerkstatt: Im Oktober dieses Jahres werden der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer SCJ zusammen mit dem Vorsitzenden der Bolivianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ricardo Centellas, einen neuen Partnerschaftsvertrag unterzeichnen. Die Konferenz diente der Vorbereitung und Konkretisierung der neuen Vereinbarung, nachdem in einem dreijährigen Prozess der Verlauf der Partnerschaft von allen Beteiligten umfassend begutachtet wurde.

    Stärkere Beteiligung von jungen Menschen und Klimagerechtigkeit
    Eines der wesentlichsten Ergebnisse: Die Partnerschaft soll noch mehr als bisher junge Menschen beteiligen. Dazu könnte zum einen der bestehende Freiwilligendienst gestärkt werden. Seit 1990 gehen regelmäßig junge Deutsche für ein soziales Jahr nach Bolivien, seit 2003 engagieren sich junge Bolivianerinnen und Bolivianer in den deutschen Partnerbistümern. Zum anderen sollen weitere Angebote und Beteiligungsformate jungen Menschen umfassendere Möglichkeiten bieten, sich in die Partnerschaft einzubringen.

    Zweiter Schwerpunkt der Zukunftswerkstatt: Fragen der Bewahrung der Schöpfung, von Klimagerechtigkeit und der Überwindung von Ungleichheit und Armut. Leitgedanke ist dabei die „Sorge um das gemeinsame Haus“, den Papst Franziskus in seiner Umweltenzyklika „Laudato Si“ entfaltetet: Ökologische und soziale Fragen müssen gemeinsam bedacht und auch vor dem Hintergrund des eigenen Lebensstils beantwortet werden. Die Partnerkirchen sind sich dabei ihrer eigenen Verantwortung bewusst, sowohl was das öffentliche Eintreten für die Klimagerechtigkeit als auch das eigene konkrete Handeln betrifft.

    Von der „brüderlichen Hilfe“ zur Geschwisterlichkeit
    Für Erzbischof Ricardo Centellas ist die Partnerschaft ein besonderer Hoffnungsschimmer: „Sie ist eine Schule der Solidarität.“ Dabei geht es nicht allein um die gegenseitige Hilfe und Unterstützung: „Die Partnerschaft bereichert unsere christliche Verpflichtung, sich für eine bessere Welt einzubringen.“ Bischof Stephan Ackermann betont: „Gerade in diesem Tagen ist uns schmerzlich bewusst geworden, wie verletzlich wir auch im 21. Jahrhundert sind – das hat uns die verheerende Hochwasser-Katastrophe gezeigt.“ Große Teile des Hochwassergebiets gehören zum Bistum Trier: „Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die umgekommen sind, bei ihren Angehörigen, bei denen, die alles verloren haben, aber auch bei den ungezählten Helferinnen und Helfern.“ Auch im Partnerland Bolivien kommt es immer wieder zu Überschwemmungen und Dürren, die Todesopfer fordern und Menschen obdachlos machen: „All das zeigt, wie wichtig engagierte politische und gesellschaftliche Schritte gegen den menschengemachten Klimawandel sind – auch durch unsere Partnerschaft.“ Der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung ist für den Hildesheimer Bischof Wilmer eine Schnittstelle zu mehr Beteiligung von jungen Menschen in der Partnerschaft: „Die Klimabewegung ist eine Jugendbewegung – und das weltumspannend.“ Daher sei es unerlässlich, jungen Menschen noch größere Freiräume und Möglichkeiten im Gestalten der Partnerschaft einzuräumen: „Ich erlebe da ein beeindruckendes Engagement, das uns auf neue Wege führen wird.“

    Zum Hintergrund: 18 bolivianische Diözesen sind mit den deutschen Bistümern Trier und Hildesheim in einer Partnerschaft eng verbunden. Was vor über 60 Jahren mit der „Gemeinschaft gegenseitiger brüderlicher Hilfe“ zwischen dem bolivianischen Bistum Sucre und dem Bistum Trier begann, hat sich seit 1987 zu einer besonderen Form von „Hermandad“, von „Geschwisterlichkeit“, ausgeweitet, als auch die Kirche von Bolivien und das Bistum Hildesheim eine umfassende Zusammenarbeit vereinbart haben. Weitere Informationen sind unter www.weltkirche.bistum-trier.de zu finden.

  • Mons. Pascual Limachi zum Bischof geweiht

    Die Prälatur Coro Coro hat einen neuen Bischof. Am Mittwoch, 7. April, wurde Mons. Pascual Limachi in Patacamaya feierlich in sein Amt eingeführt. Limachi war zuvor Weihbischof in der Diözese El Alto.

    Er tritt als Bischof von Coro Coro die Nachfolge von Mons. Percy Galván (jetzt Erzbischof von La Paz) an.

  • + Mons. em. Jesús Pérez

    Zeit seines priesterlichen Wirkens war Mons. Jesus Perez mit der Partnerschaft und mit dem gemeinsamen Engagement um die Stärkung des kirchlichen Lebens und in der Sorge um soziale Entwicklung eng verbunden. Kardinal José Clemente Maurer weihte ihn 1962 zum Priester und 1985 zum Bischof. Als Weihbischof und ab 1990 als Erzbischof von Sucre leitete er die Erzdiözese und trat in der Öffentlichkeit markant für die christlichen Werte ein.

    Mit der Fundación Solidaridad y Amistad Chuquisaca-Tréveris, die die Erzdiözese Sucre gemeinsam mit dem BDKJ Trier verantwortet, stärkte er die soziale Entwicklung in der Region, den Zugang zu Bildung besonders im ländlichen Bereich, die Sorge um besonders verwundbare Gruppen und die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen.

    In der Bischofskonferenz wirkte er bis zu seinem Tod in der Partnerschaftskommission mit. In die aktuelle Evaluierung der Partnerschaft brachte er sich bei den Gesprächen und Workshops ein. Mehrfach besuchte er mit der Partnerschaftskommission und mit der Bischofskonferenz das Bistum Trier.

    Am 23. März 2021 ist Mons. Jesús Pérez im Alter von 84 Jahren in Cochabamba gestorben.

    Bischof Dr. Stephan Ackermann schrieb in seinem Kondolenzbrief an Ricardo Centellas, den amtierenden Erzbischof von Sucre: "Wir sind dankbar für einen treuen Weggefährten auf dem herausfordernden Weg der Partnerschaft der Kirche Boliviens mit dem Bistum Trier. Mag unser himmlischer Vater ihn aufnehmen in sein Reich der Liebe und des Friedens."

  • Pfarrer Lothar Brucker ist verstorben

    Pfarrer Lothar Brucker ist am 30. Oktober 2020 im Alter von 83 Jahren in Bad Breisig verstorben. Er wuchs in Waldorf, der Heimat seiner Mutter auf. Als junger Priester erklärte er sich 1974 bereit, im Rahmen der Bolivienhilfe, wie es damals hieß, als Pfarrer in der Erzdiözese Sucre tätig zu werden. Er war der 12. Trierer Priester, der seit 1962 nach Bolivien aufbrach, um in der Pastoral und in der Entwicklungsarbeit mitzuwirken. Seine Pfarrei war Muyupampa, wo Leo Schwarz vor ihm als Pfarrer gewirkt hatte. Nach der Rückkehr und nach einer 8jährigen Tätigkeit als Pfarrer in Kärlich und Kettig begann er 1990 einen weiteren Bolivieneinsatz als Pfarrer in Villa Serrano. In vielfacher Weise war sein Wirken dort auf Zukunft ausgerichtet. Die Internate, die Jungen und Mädchen aus den umliegenden Landgemeinden den Schulbesuch ermöglichten, waren ihm ein großes Anliegen. Zum Aufbau der Partnerschaft der Pfarrei Villa Serrano mit der Pfarrei Saarbrücken St. Augustinus gab er entscheidende Impulse. Ein einzigartiges Projekt war die Aufforstung eines Hügels, bei dem er die Anliegen der Umweltbildung, der Beteiligung – Schüler des Internats übernommen als ihren Beitrag das Pflanzen der Setzlinge – und der nachhaltigen Sorge um die Schöpfung zusammenbrachte.

    Ein roter Faden in seinem Wirken ist die Sorge um die Unterstützung der Seminaristen und Priesteramtskandidaten geworden. Nach seiner Rückkehr 1998 wurde er Pfarrer der Seelsorgeeinheit Löf, Hatzenport und Nörtershausen und er bot sich an, im Bistum die Adveniat-Patenschaftsaktion für Bolivien zu bewerben. Er gewann viele Förderinnen und Förderer die Partnerkirche in Bolivien dafür mit zu sorgen, dass gut ausgebildete Priester für die Pastoral und für die soziale Arbeit in den Pfarreien qualifiziert werden.

    Die Partnerschaft mit der Kirche Bolivien lebte für Lothar Brucker gerade in direkten Kontakten, Begegnungen und Freundschaften. Diese förderte er beständig. Seine Freundlichkeit und Bescheidenheit in den Begegnungen war selbst ein Zeugnis. Er pflegte den Kontakt vor allem zu jungen Mitbrüdern in Bolivien und lud sie ein, seine Pfarrei und das Bistum zu besuchen. Er ermutigte die Priesteramtskandidaten, die in der Adveniat-Patenschaftsaktion gefördert wurden, im Gebet wie in kurzen Briefen die Verbindung zu den Förderern zu gestalten. Im Ruhestand fand er seine besondere Form, das Netz der Partnerschaft und der Kontakte zu stärken, indem er selbst abwechselnd in Waldorf und in Bolivien während des Jahres lebte. Als „Schwalbe von Waldorf“ berichtete er über seine Besuche und Eindrücke in Rundbriefen und hielt beständig den Kontakt zum Priesterseminar in Cochabamba und Sucre , zu den Josefsschwestern und zu einzelnen Pfarreien in der Erzdiözese Sucre. In Remagen brachte er sich in den Bolivien-Arbeitskreis des Dekanats ein.

    Pfarrer Lothar Brucker, so sagt es ein Weggefährte, war ein immer froher Hoffnungsträger. Mag er nun die Erfüllung seiner Hoffnung und eine umfassende Nähe bei Gott erfahren.

    Ludwig Kuhn
    Leiter der Diözesanstelle Weltkirche

  • Bolivien nach der Wahl

    In Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier, fanden am Sonntag, 18. Oktober, Präsidentschaftswahlen statt. Nachdem am Freitag das offizielle Endergebnis feststand, gibt es einen klaren Wahlsieger im ersten Durchgang. Mons. Ricardo Centellas spricht im Interview über das Wahlergebnis und Herausforderungen für Politik und Kirche.

    Die Wahl am vergangenen Sonntag war die Wiederholung der Wahl vom 20. Oktober des vergangenen Jahres, die wegen Wahlbetrugsvorwürfen für ungültig erklärt worden war. Seitdem befand sich Bolivien in einer Art politischem Schwebezustand. Daher war die aktuelle Wahl mit Spannung erwartet worden.

    Nach Veröffentlichung des endgültigen Ergebnisses am Freitag steht der Wahlsieger nun fest: Luis Arce Catacora, Kandidat derPartei Movimiento al Socialismo / Bewegung für den Sozialismus, holte bereits im ersten Wahlgang mit über 54% die absolute Mehrheit der Stimmen. Der konservative Carlos Mesa landete mit deutlichem Abstand und 29% der Stimmen auf dem zweiten Platz. Ebenfalls angetreten war der rechtsextreme Luis Fernando Camacho.

    Wahlbeobachter*innen der Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten lobten den friedlichen Verlauf des Wahltags und erklärten am Donnerstag, 23.Oktober, bei der aktuellen Wahl keinerlei Anzeichen für Wahlbetrug gefunden zu haben. Die Übergangspräsidentin Jeanine Áñez und der konservative Herausforderer Carlos Mesa erkannten Arces Sieg im ersten Durchgang an.

    Mons. Ricardo Centellas, Erzbischof von Sucre und Vorsitzender der bolivianischen Bischofskonferenz, sprach im Interview über seine Erwartungen an den zukünftigen Präsidenten und die Aufgabe der Kirche unter den neuen Bedingungen.

    „Der gestrige Wahltag war ein Fest für die Demokratie, an dem die Bevölkerung massiven Anteil hatte“, erklärte Centellas am Montag. „Es gab keine Zwischenfälle, die Hygieneregeln wurden eingehalten und es zeigte sich, dass die Bevölkerung die Demokratie im Land festigen will.“

    Herausforderungen, vor denen der Gewinner steht

    Die erste Herausforderung besteht für Centellas darin, „der Krise entgegenzutreten“ und „hart für den Zusammenhalt zu arbeiten“.

    „Wir leben in einem Land, das regional, kulturell und ideologisch gespalten ist, er (der künftige Präsident, d. Übers.) wird viel für den Zusammenhalt tun müssen. Wir stehen vor dem Problem der gesundheitlichen Krise. Wer in Bolivien keine Ersparnisse hat, stirbt, weil die sozialen Sicherungssysteme, die so oft angekündigt worden sind, nie umgesetzt wurden. Außerdem gibt es die Krise in der Bildung, weil das Bildungssystem den tatsächlichen kulturellen Eigenschaften nicht gerecht wird. Die Krise ist umfassend.“

    Centellas äußerte den Wunsch, dass die neue Regierung zum Dialog und zur Verständigung aufruft: „Hoffentlich tritt jetzt etwas Stabilität ein, denn wir haben die letzten Jahre mit viel Ungewissheit gelebt.“

    Dialog

    Um Stabilität zu erreichen, sei Kooperation der größten politischen Akteure notwendig: “Die drei Parteien (MAS (Arce), Comunidad Ciudadana (Mesa) und Alianza Creemos (Camacho), d. Übers.) müssen sich zusammentun. Wenn sie es nicht tun, wird es sehr schwierig zu regieren, denn dieser Krise muss man gemeinsam, als starke Regierung entgegentreten.“

    Die Aufgabe der Kirche in der Krise

    Die Aufgabe der Kirche sieht Mons. Centellas darin, der Mission Christi zu folgen. „Wie es der Papst sagt: die Geschwisterlichkeit und das friedliche Zusammenleben fördern. Wir sollen nicht die Anlässe für Feindschaft untereinander vermehren oder verstärken. Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen, dass in diesem Land die Menschenrechte eingehalten werden, dass die soziale Integration gestärkt wird. Denn wenn man Politik nur im Sinne einiger weniger macht, gehen die Zusammenstöße weiter.“

    Fratelli Tutti

    Auch die jüngste Enzyklika Papst Franziskus‘ stellte Centellas in Zusammenhang mit dem tagespolitischen Geschehen im Land: „Wir stehen vor einer gespaltenen Gesellschaft, um der Krise entgegenzutreten, müssen wir zusammenarbeiten (…) die Enzyklika gibt uns die Mittel, zu einer Einheit zu kommen, indem wir die Verletzlichsten, die Ärmsten, in den Mittelpunkt jeder politischen Aktion stellen.“

    Zum Interview auf Spanisch.

  • Begegnungsreise nach Bolivien 2020

    Auch im Jubiläumsjahr wird es wieder eine Begegnungsreise des Bistums Trier nach Bolivien geben. Zeitraum ist der 22. Juli - 13. August 2020.

    Weitere Informationen über Programm und Anmeldung erhalten Sie bei Katharina Nilles.

  • + Weihbischof Leo Schwarz

    Das Bistum Trier und viele Partner weltweit trauern um Weihbischof Leo Schwarz. Am 26. November starb er im Alter von 87 Jahren. Bischof Stephan Ackermann würdigt den Verstorbenen: „Durch den Tod von Weihbischof Leo Schwarz verlieren wir einen kraftvollen Zeugen des Evangeliums und einen unermüdlichen Anwalt für die Armen und Kleinen weltweit.“ Gerade sein besonderes weltkirchliches Wirken bewegt Viele.

    Pionier der Bolivienpartnerschaft

    Weihbischof Leo Schwarz ist ein Pionier der Bolivienpartnerschaft, die 1960 von dem Trierer Bischof Matthias Wehr und dem Erzbischof von Sucre / Bolivien José Clemente Maurer 1960 verabredet wurde. weiterlesen auf weltkirche.bistum-trier.de

  • Caminando juntos – gemeinsam unterwegs: Begegnungsreise aus Bolivien war zu Gast

    Vom 24. September bis 13. Oktober waren 25 Gäste der Begegnungsreise im Rahmen der Bolivienpartnerschaft der Bistümer Trier und Hildesheim in Deutschland zu Besuch. Die Reise stand unter dem aktuellen Themenschwerpunkt der Partnerschaft: Die Bewahrung des gemeinsamen Hauses“ mit Fokus auf dem Themenfeld Wasser.

    Die Reise startete im Bistum Hildesheim. Während der Einführungstage besuchte die Gruppe das BMZ und das Katholische Büro in Berlin und lernte mit der Initiative „Grüner Hahn“ in Hannover, wie eine nachhaltige Pfarrei funktioniert. Besonders spannend für die bolivianischen Gäste war der Besuch des Atommüll-Lagers Asse, bei dem die Gruppe die Problematik und die Risiken der Endlagerung kennenlernte und einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis auf 700m in die Tiefen des ehemaligen Salzbergwerks herunterfuhren. Die Gruppe zeigte sich beeindruckt und schockiert zugleich. Denn die Thematik ist auch in Bolivien aktuell von größter Brisanz, da die bolivianische Regierung plant, inmitten der Millionenstadt El Alto, oberhalb des Regierungssitzes La Paz, ein Atomkraftwerk zu bauen. Über die Negativfolgen wird dabei nicht gesprochen.

    Am 29. September trennte sich die Gruppe. Ein Teil fuhr bereits ins Bistum Trier, um in sechs Pfarreien des Bistums eine Woche in Kleingruppen zu verbringen und das Gemeindeleben und Initiativen vor Ort kennenzulernen. Die Hildesheimer feierten samstags ihr Partneschaftstreffen und setzten sich mit der Fragestellung „Wie partnerschaftlich ist unsere Partnerschaft?“ auseinander. Anschließend begann auch hier für die Gäste die Erfahrungswoche. Für viele Gäste war diese Woche durch die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der gastgebenden Gruppen und Pfarreien das Herzstück der Reise.

    Eine Woche danach fand sich die gesamte Gruppe in Trier ein, um gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann, Kardinal Toribio Ticona aus Bolivien und knapp 100 Bolivien-Interessierten des Bistums zum ersten Mal einen Partnerschaftstag zu feiern. Neben einem bunt gemischten Workshop-Angebot zu Themen der Partnerschaft gab der Tag auch viele Möglichkeiten zu Gespräch und Austausch und endete mit bunten Tanzeinlagen der bolivianischen Gäste.

    Den Abschluss bildeten Fahrten nach Köln und Mainz, um noch etwas mehr von Deutschland zu sehen. In Mainz waren der Besuch im Umweltministerium bei Staatssekretär Dr. Thomas Griese und im Landtag bei den SPD-Abgeordneten Nico Steinbach MdL und Heike Scharfenberger MdL Highlights des Tagesprogramms, wie sich bei der Auswertung am letzten Tag der Begegnungsreise zeigte. Es waren drei intensive Wochen voller guter Begegnungen, Erfahrungen und des Austauschs, in denen die Partnerschaft durch viele neue Impulse für die Zukunft gestärkt werden konnte.

    Was die Gäste erlebt haben, sehen Sie, wenn sie rechts auf das Foto klicken, um die Fotogalerie zu öffnen.

    Informationen zu Veranstaltungen mit den Gästen, die in Gerolstein, Remagen, Neuwied, Hermeskeil, Saarlouis und Trier untergebracht waren, finden Sie  hier.

    Pressemeldungen zur Partnerschaftswoche und Begegnungsreise

  • Schlussbotschaft des CAM 5: Mehr Präsenz mit der verwandelnden Kraft und der Freude des Evangeliums

     Santa Cruz de la Sierra (Fides) – Mit den wichtigen missionarischen Impulsen, die von Papst Franziskus ausgehen "war der CAM V zweifellos ein Moment der Gnade für die Kirche in Amerika, der das Missionsbewusstsein der gesamten katholischen Glaubensgemeinschaft neu beleben kann, um mit der verwandelnden Kraft und mit der Freude des Evangeliums in der Welt präsent zu sein und … nach Wegen der Gemeinschaft und Versöhnung im sozialen und politischen, interreligiösen und kirchlichen Bereich zu suchen“, heißt es zu Beginn der Schlussbotschaft des Fünften Amerikanischen Missionskongresses (CAM 5), die vor dem Schlussgottesdienst am 14. Juli auf der Plaza de Cristo Redentor in Santa Cruz, von Pepe Cervantes, Mitglied der theologischen Kommission des CAM verlesen wurde.
    „Mit einem missionarischen und evangelisierenden Gefühl und mit prophetischer Kühnheit“ heißt es in dem Text weiter, „wird dieser Kongress von nun an Veränderungen in kirchlichen Aktivitäten und Strukturen fördern, so dass diese Kirche ‚im Aufbruch’ die Sendung Gottes zur Mission Ad Gentes erfüllt, besonders gegenüber den Armen und den Ausgegrenzten, denen, die Christus nicht kennen oder die Werte, die vom Evangelium der Freude ausgehen“.
    Auf der Grundlage der Richtlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils und der CELAM-Konferenz in Aparecida, die besagen, dass „die Kirche im wesentlichen missionarisch ist, wenn sie sich mit den Herausforderungen der heutigen Welt konfrontiert und ausgehend vom Evangelium und vom Wort Gottes nach angemessenen Antworten sucht“, sind sich die Teilnehmer der großen Veränderungen bewusst „die die Kulturen und Gesellschaften dieser postmodernen Ära erschüttern". Zu den Herausforderungen, die von Bedeutung für die Kirche sind, gehören auch Phänomene die, insbesondere den amerikanischen Kontinent betreffen: die Krise der Familie mit allen sich daraus ergebenden Problemen, Verstöße gegen das Leben und die Menschenwürde, Menschenrechtsverletzungen, wirtschaftliche Dominanz weniger, Arbeitslosigkeit und Armut, Ungerechtigkeit und Mangel an Solidarität, Umweltprobleme, Ungleichheit und Gewalt gegen Frauen, Migration, indigene Völker sowie interne Aspekte der Kirche selbst, die von allem von Pädophilie-Skandale betroffen ist und unter einem Rückgang der Berufungen leidet.
    Diese Themen wurden während der Zeit der Vorbereitung, insbesondere in internationalen Symposien und auf nationalen Missionskongressen und bei anderen Veranstaltungen in den Kirchen Amerikas, umfassend behandelt und diskutiert, was zum Entstehen des Arbeitspapiers beitrug, das dem CAM 5 zugrunde lag. In der Bilanz zum Kongress betonte Pfarrer Cervantes: "Wir haben fünf intensive Tage mit einem umfangreichen Programm erlebt, die die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer auf sich gezogen haben". Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die an der Organisation und Feier des Kongresses mitgewirkt hatten: Erzbischof Sergio Gualberti von Santa Cruz, der den Kongress leitete; Bischof Eugenio Scarpellini, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke von Bolivien, der die Arbeiten koordinierte; Kardinal Fernando Filoni, Sondergesandter von Papst Franziskus; der bolivianische Kardinal Toribio Ticona; Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso, beigeordneter Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsident der Päpstlichen Missionswerke; Schwester Roberta Tremarelli, Generalsekretärin der Päpstlichen Kindermiissionswerke; alle amerikanischen Delegationen der Päpstlichen Missionswerke, die Bischofskonferenz von Bolivien, eine große Anzahl von Bischöfen aus den Ländern Amerikas und anderen Teilen der Welt, Priester, Ordensleute und Laien. Insgesamt 3.177 Teilnehmer waren angemeldet. Zusammen mit den freiwilligen Helfern und den Familien von Santa Cruz, bei denen die Delegierten untergekommen waren, waren insgesamt 3.830 Personen beteiligt. "Eine enorme Demonstration der Begeisterung und Hilfsbereitschaft, der Hingabe und der Freude", so der Geistliche.
    Das Schlussdokument enthält abschließend eine Reihe von Handlungslinien für die missionarische Erneuerung der Kirche in Amerika: die Vermittlung der Freude des auferstandenen Herrn und der Seligpreisungen; der Aufbruch zu den Peripherien der Welt und Begegnung mit "Anderen"; die Vermittlung von Wissen über die Bibel und die Evangelien; die Förderung von Gemeinschaften des missionarischen Lebens; die Förderung der Gemeinschaft der Güter in der Kirche und mit den Armen; die Förderung der Versöhnung in allen Lebensbereichen; das Wecken eines Bewusstsein für die prophetische und befreiende Mission in allen sozialen Bereichen; die Betrachtung der Evangelisierung der Familie als einen christlicher Schlüssel zur sozialen und kulturellen Veränderung zu betrachten; die Förderung einer missionarischen Kirche der Priester und Laien; die Förderung und Begleitung der Berufung zum Priester- und Ordensleben; die Feier des Glaubens und der Volksfrömmigkeit unter missionarischen Gesichtspunkten. (SL) (Fides 16/7/2018)

    LINK: Il testo integrale delle conclusioni, in spagnolo -> http://www.fides.org/it/attachments/view/file/Conclusiones-del-V-CAM.pdf

  • Deutsch-bolivianisches Schüler-Workcamp erfolgreich zu Ende gegangen!

    Im Juni fand zum ersten Mal ein Schüler-Workcamp mit Beteiligung von drei Partnerschulen aus Potosí, Santa Cruz und Sucre sowie zwei deutschen Partnerschulen, dem Angela-Merici-Gymnasium Trier und den Willi-Graf-Schulen Saarbrücken, statt. Insgesamt drei Wochen verbrachten die gut 30 Jugendlichen zusammen und lernten einander und die Kultur des anderen besser kennen.

    Nach einem Einführungswochenende in Hermeskeil verbrachten die Gäste eine Woche an ihren Partnerschulen. Hier besuchten sie verschiedene Klassen und berichteten von ihrer Heimat, ihrer Schule und den Herausforderungen, vor denen ihre Region hinsichtlich der Wasserproblematik steht. Die deutschen Schülerinnen und Schüler zeigten sich sehr am Austausch mit den Bolivianern interessiert.

    Um noch tiefer in das Jahresthema der Bolivienpartnerschaft einzusteigen, versammelten sich alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler für drei Tage zu einem gemeinsamen Seminar im Jugendhaus Rascheid. Hier lernten die Jugendlichen viel über virtuelles Wasser, den Wasserkrieg von Cochabamba und darüber, welchen Auftrag wir als Christen haben, uns für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Außerdem wurden Pläne geschmiedet, in welcher Form die Partnerschaft zwischen den Schulen in Zukunft gestaltet werden kann. Das Highlight des Seminars war die noche cultural – ein bunter Abend, bei dem sowohl die Bolivianer als auch die Deutschen ihre Tanzkünste unter Beweis stellten und der jeweils anderen Gruppe ein paar Tanzschritte beibrachten. Den Abschluss der Reise bildeten ein Wochenende im Harz mit erlebnispädagogischen Elementen und schließlich drei Tage in Berlin. Beim Besuch des Bundesumweltministeriums oder der Gedenkstätte Sachsenhausen wurden den Gästen Geschichte und Kultur Deutschlands noch näher gebracht.

    Die Schülerbegegnung wurde vom Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) sowie von Lotto Rheinland-Pfalz und dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) finanziell unterstützt.

  • Trier gratuliert Kardinal Ticona

    Toribio Ticona aus Bolivien ist einer der 14 neuen Kardinäle in der katholischen Kirche.

    Vor dem Petersplatz bildeten sich lange Schlangen mit Menschen aus den Herkunftsdiözesen und -ländern der 14 neuen Kardinäle, die von Papst Franziskus das Kardinalsbirett und den Ring als Zeichen ihrer neuen Würde und Rolle erhielten. Es war – wieder – ein ausdrücklich weltkirchliches Konsistorium: Die Besucher zeigten die Fahne Madagaskars, die Pilgergruppe aus Pakistan hatte Sonnenschirme mit dem Namen ihres Erzbischofs. Und zu den 14 neuen Kardinälen zählte auch Toribio Ticona, emeritierter Bischof der Prälatur Corocoro, gelegen auf dem bolivianischen Altiplano.

    Als am Pfingstsonntag die Nachricht kam, dass aus Bolivien der inzwischen 81 Jahre alte Toribio Ticona von Papst Franziskus die Kardinalswürde erhalten werde, gab es zunächst ungläubige Rückfragen und große Überraschung. Mit ihm hatte keiner gerechnet – und er selbst ebenso wenig. Mit der Nachricht verband sich dann die Freude über die große Wertschätzung, die der Papst diesem einfachen, bescheidenen und authentischen Seelsorger und Bischof gegenüber zum Ausdruck brachte und mit ihm der ganzen bolivianischen Kirche. Weiter...

  • Toribio Ticona: neuer Kardinal für Bolivien!

    Ein Kardinal, der nach Schaf und Mine riecht

    Am Pfingstsonntag hat Papst Franziskus 14 neue Kardinäle ernannt. Viele von ihnen arbeiten in Randgebieten. Unter ihnen ist auch Toribio Ticona, ein emeritierter Bischof aus einer armen, von Landwirtschaft geprägten Diözese Boliviens. Bevor er Bischof wurde, arbeitete er als Bauer, Schuhputzer, Minenarbeiter, Maurer und Zeitungsverkäufer.

    Viele hat seine Ernennung sicherlich überrascht, bricht sie doch mit dem traditionellen Bild von reichen Kardinälen der Kirche, die aus Adelsfamilien stammen oder zuvor Bischöfe in den großen Städten der Welt waren. Toribio Ticona entspricht einem anderen Bild: Dem Bild des armen und einfachen Hirten, der immer nah am ländlichen Volk und den Minenarbeitern ist.

    Ich habe ihn viele Male getroffen und erinnere mich besonders an eine Begegnung, in der er mich zu einem Treffen mit den kirchlichen Basisgemeinden in einem Minendistrikt einlud. Da war es Toribio Ticona selbst, der uns am Tisch bediente.

    Diese Ernennung ist kein Zufall. Sie entspricht dem Interesse von Papst Franziskus, die Kirche zu reformieren und wieder zu einer armen Kirche der Armen zurückzukehren. Einer Kirche, die an den Rand geht und sich der Bedürftigen annimmt. Eine Kirche, deren Priester weder Feudalherren sind noch über dem Volk stehen, sondern Diener, die nach Schaf riechen und mit dem sturen Klerikalismus brechen, um eine Kirche des Volkes Gottes zu errichten.

    Die Erhebung stellt auch eine Kritik an einer Gesellschaft dar, die Mauern baut, um sich gegen arme Migranten zu verteidigen und in der der Präsident des mächtigsten Landes der Welt die ausländischen Migranten als „Tiere“ bezeichnet. Sie kritisiert eine Welt, in der nur Reichtum, Konsum, Prestige und Macht zählen, die sich hinter „Brot und Spielen“ in Form glamouröser Hochzeiten und spektakulären Sportereignissen versteckt.

    Angesichts dieser falschen und ungerechten Welt bedeutet die Ernennung von Toribio Ticona, dass es wichtigere Werte im Leben gibt, wie beispielsweise Ehrlichkeit, Arbeit, Bescheidenheit, Gerechtigkeit und die Solidarität mit den Armen.

    Victor Codina, S.J., 21.05. 18, Nachrichtenagentur FIDES

    Übersetzung: Regina Schömig-Schmitz

  • Knapp 240 Bäume für den Partnerschaftswald in Patacamaya erradelt!

    Trier - Sich im Kreis bewegen und doch vorankommen. Das war die Kunst der Radfahr-Aktion der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier am Sonntag, 3. Juni, beim Rad-Rundkurs rund um den Trierer Dom. Denn, für fünf gefahrene Runden um den Dom, also für fünf Kilometer Radeln, wird ein Baum-Setzling in Bolivien gepflanzt werden. In diesem Jahr fördert die Diözesanstelle den Partnerschaftswald in Patacamaya. Der Rad-Rundkurs war zeitgleich mit der Auftakt-Veranstaltung zum diesjährigen Trierer Stadtradeln und wurde in Kooperation mit der Stadt Trier organisiert.

    Auch Weihbischof Jörg Michael Peters umrundete die Kathedrale für den guten Zweck. Er war einer von insgesamt 50 Teilnehmenden, die 730-mal um den Dom fuhren. Sie zusammen sponserten damit 238 Bäume für das Partnerland des Bistums Trier. Diese Zahl wird nach Auskunft von Ludwig Kuhn, dem Leiter der Diözesanstelle, noch steigen, da einige Teilnehmer ihren Beitrag noch überweisen werden.

    „Freude am Sport und das für eine gute Sache“, so erläuterte Weibischof Peters seine Motivation an diesem sonnigen Nachmittag. Die Strecke selbst war für ihn keine größere Herausforderung. „Ich fahre häufig mit dem Rad und am liebsten die Strecke von Trier nach Saarburg.“ Auch für Ludwig Kuhn stand der Spaß am Radfahren im Mittelpunkt. „Zudem unterstützen wir damit die konkrete Umsetzung eines Projektes in unserem Partnerland Bolivien“, erklärt Kuhn. Ein Schwerpunkt der Partnerschaft sei die Klimagerechtigkeit „und das ist etwas, an dem beide Partner arbeiten müssen: Wir hier bei uns, wie auch unsere Partner in Bolivien.“ Weiter...

  • Willi-Graf-Schulen sammeln 13.000 Euro für Partnerschule in Sucre

    Saarbrücken/Sucre – Mehr als 13.000 Euro haben die Schülerinnen und Schüler der Willi-Graf-Schulen (WGS) in Saarbrücken seit Weihnachten für die Partnerschule der WGS, das Colegio San Juanillo im Bolivianischen Sucre gesammelt. Am Dienstag, 15. Mai, übergaben Sie die Spenden stellvertretend an Ludwig Kuhn, den Leiter der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier, der für die Bolivienpartnerschaft im Bistum mitverantwortlich ist. Die Übergabe fand im Eingang der WGS unter dem Missionskreuz statt, einem Geschenk aus Bolivien, das im ganzen Bistum unterwegs ist und zurzeit Station in Saarbrücken macht.

    „Seit über zehn Jahren pflegen wir schon eine Partnerschaft mit der Schule San Juanillo in Sucre“, sagte Dr. Helene Neis, Leiterin der Willi-Graf-Realschule bei der Übergabe. Im Februar besuchte sie zusammen mit Stefan Kilz, dem Leiter des Willi-Graf-Gymnasiums zum ersten Mal die Partnerschule in Bolivien. „Wir haben einen ganzen Tag in der Schule verbracht und konnten uns davon überzeugen, dass das Geld, das wir im Laufe der Jahre gespendet haben, gut angekommen ist“, sagte Neis. So konnte beispielsweise eine Überdachung für den Sportplatz der Schule gebaut werden, um die Kinder vor dem Wetter zu schützen. Außerdem konnten Fachräume für Nähkurse oder eine Tischlerwerkstatt ausgestattet werden. „Damit die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sich mit handwerklichen Aufgaben Geld dazu zu verdienen“, erklärte die Leiterin. Weiter...

  • Erstes Spendertreffen der Bolivienpartnerschaft

    Trier – An vielen Orten im Bistum Trier engagieren sich Menschen für die Bolivienpartnerschaft – durch Aktionen, ideell oder auch finanziell. Erstmals hat die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier die Frauen und Männer, die die Partnerschaftsarbeit regelmäßig finanziell unterstützen, zu einem Treffen am 21. April während der Heilig-Rock-Tage eingeladen. „Wir wollen damit zum einen unsere Wertschätzung für diese regelmäßige Unterstützung ausdrücken und zum anderen darüber informieren, wie das Geld verwendet wird“, erklärte Ludwig Kuhn, der Leiter der Diözesanstelle. Weiter...

  • Delegationsreise nach Bolivien: Bischof Ackermann besucht bolivianische Partnerkirche

    Trier/La Paz – Bischof Dr. Stephan Ackermann ist Ende Februar zu einer Reise nach Bolivien aufgebrochen. Vom 24. Februar bis zum 5. März war der Trierer Bischof zusammen mit Vertretern aus Politik sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bistum Trier auf Einladung der Bolivianischen Bischofskonferenz durch das lateinamerikanische Land gereist. „Ich freue mich sehr auf die Reise nach Bolivien und die zahlreichen Begegnungen mit den Menschen dort“, sagte Bischof Ackermann. „Wir wollen durch unsere Reise zeigen, dass die Partnerschaft zwischen dem Bistum Trier und der Bolivianischen Kirche auch nach mehr als 50 Jahren immer noch lebendig ist und wir – gerade in Zeiten des Klimawandels – als Christen weltweit zusammenstehen in unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung.“

    Das Bistum Trier ist seit 1960 partnerschaftlich mit der Bolivianischen Kirche verbunden. Im Fokus der diesjährigen Delegationsreise standen die derzeitigen Schwerpunkte der Bolivienpartnerschaft: Schöpfungsverantwortung und Klimagerechtigkeit. Bischof Ackermann und die Delegation, die ihn begleitet hat, haben sich verschiedene Projekte in unterschiedlichen Teilen des Landes angesehen, aber auch Vertreter der Bolivianischen Bischofskonferenz zu Beratungen über die weitere Entwicklung der Partnerschaft getroffen.

    Eine Station der Reise war Tarija, im Süden Boliviens, wo sich die Gruppe um den Bischof auf einem Weingut ein Projekt zur effizienteren Weinproduktion angesehen hat. In dem Projekt wird Wein mit deutlich reduziertem Energie- und Wasserverbrauch hergestellt. Das Projekt ist von der Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Im Südwesten des Landes hat die Delegation eine Pilotanlage zum Abbau von Lithium besucht: Am Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne der Welt, befindet sich eines der größten Vorkommen von Lithium, ein Material, das insbesondere zur Herstellung von Batterien verwendet wird und für die Entwicklung der E-Mobilität eine große Rolle spielt. Des Weiteren standen Besuche von Partnerschulen der Bistumsschulen auf dem Programm. Dr. Helene Neis und Stefan Kilz, die beiden Schulleiter der Willi-Graf-Schulen (WGS) in Saarbrücken, haben die Reise genutzt, um dem Colegio San Juanillo in Sucre, der Partnerschule der WGS, einen Besuch abzustatten.

    Der Abschluss der Reise waren die Stationen in La Paz, dem Regierungssitz des Landes, und El Alto. Bischof Ackermann hat die Pfarrei von Pfarrer Konrad Lisowski besucht, der als Trierer Priester seit 2013 in der Millionenstadt tätig ist. Dort hat sich Bischof Ackermann außerdem mit Freiwilligen aus dem Bistum Trier getroffen, die aktuell einen sozialen Friedensdienst in verschiedenen Teilen Boliviens leisten. Jedes Jahr entsendet das Bistum etwa 30 Jugendliche aus dem ganzen Bistum in soziale Projekte weltweit, einen Großteil von ihnen nach Bolivien. (D. Holl)

    Die Reise können Sie auf Facebook, Twitter, Instagram verfolgen. 

  • V. Amerikanischer Missionskongress: Bolivianisches Missionskreuz im Bistum unterwegs

    Im Juli 2018 findet in Santa Cruz der V. Gesamtamerikanische Missionskongress statt, zu dem mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Amerika, von Mexiko bis Feuerland, erwartet werden. Als Symbol der Vorbereitung wandert ein in der Chiquitania im bolivianischen Tiefland hergestelltes Missionskreuz durch alle Länder des amerikanischen Kontinents und sämtliche Diözesen Boliviens. Beim Besuch der bolivianischen Bischofskonferenz im September 2017 übergab der Vorsitzende der bolivianischen Bischofskonferenz, Bischof Ricardo Centellas, ebenfalls ein solches Kreuz an die Trierer Partnerkirche als Zeichen der Verbundenheit. Dieses Kreuz wird nun ebenfalls durch unser Bistum wandern und an verschiedenen Orten zu sehen sein. Hier finden Sie weitere Informationen zum Kreuz und Zeugnisse der einzelnen Stationen.

     

  • Bienvenidos! Die neuen Reverse-Freiwilligen sind da!

    Ab Ende Januar werden 15 neue Reverse-Freiwillige aus aller Welt ins Bistum kommen. Nach einem Einführungsmonat in Trier werden Sie ab März den Dienst in ihren Einsatzstellen antreten. Im Rahmen der Partnerschaft werden auch fünf junge Menschen aus Bolivien dabei sein. Diese werden in folgenden Einrichtungen eingesetzt:

    NameEinsatzstellePartnergruppe/Verband
    Jhamir Ticona LimachiCafé Exodus, SaarbrückenBDKJ
    Adalíd Ramírez ZárateCaritas Werkstatt, TrierBDKJ
    Laura Marcela Arandia SejasHofgut SerrigGymnasium Serrig
    Alexander Daniel Claros RossFachstelle für Kinder- und Jugendpastoral, Bad KreuznachDPSG Trier, Pfadfinder Bingen
    Carlos Ernesto Munhoz MendozaProjekt 3 - Villa Ausonius, Oberfellehem. Freiwillige
  • Weihnachtsgrüße aus Bolivien

  • "Wir müssen den Erfahrungsschatz dieser Menschen retten" - Bischof von Pando besorgt über die Situation der Indigenen

    Mons. Eugenio Coter, Bischof des apostolischen Vikariats Pando und zugleich bolivianischer Vertreter des panamazonischen Netzwerks REPAM, zeigt sich besorgt über die Lage der indigenen Völker in Bolivien und die aktuellen Entwicklungen im TIPNIS. Weiter...

  • Bolivien-Partnerschaftswoche 2017

    Mit zahlreichen Gästen, Begegnungen und guten Gesprächen haben wir vom 24. September bis 1. Oktober die Bolivien-Partnerschaftswoche 2017 gefeiert. Zum Auftakt waren gleich mehrere Mitglieder der bolivianischen Bischofskonferenz im Bistum zu Gast. Weiter...

  • Dienst- und Begegnungsreise des BDKJ

    Neue Impulse für die Bolivien-Partnerschaft. Die pastorale Arbeit in Bolivien und der Austausch mit Partnerorganisationen standen im Mittelpunkt einer Reise von zehn Vertretern der Katholischen Jugendarbeit im Bistum Trier in das südamerikanische Partnerland des Bistums Trier. Weiter...

  • SoFiA e.V. entsendet 30 junge Menschen in die Welt

    Am 3. Juli wurden 30 junge Männer und Frauen aus dem Bistum in ihren Freiwilligendienst entsandt, den sie im August antreten werden. Neun Freiwillige werden nach Bolivien ausreisen. Mehr Informationen zu den neuen Bolivien-Freiwilligen und ihren Einsatzorten finden Sie hier

    Eine Pressemeldung zur Entsendefeier finden Sie auf der Homepage des Bistums.

  • Bolivianische Tanzeinlage beim Pfarrfest in St. Johannes, Saarlouis-Steinrausch

    Auch zwei kleine Regenschauer während unseres Festes am 25. Juni konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Ansonsten im Trockenen konnten wir das leckere Essen und die gepflegten Getränke bei intensiven Gesprächen genießen.
    Das Thema 500 Jahre Reformation hatten wir zum Anlass genommen, gemeinsam mit unseren protestantischen Schwestern und Brüdern zum Pfarrfestauftakt einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Vielen Dank noch einmal Pastor Hilka für seine Predigt, in der er die Bedeutung unseres Namenspatrons, dem Hl. Johannes der Täufer, herausgestellt hat und dass Jesus Christus selbst zugegen ist, wenn wir unser Pfarrfest feiern. [...]

    Anschließend brachten uns die bolivianische Freiwillige Nohelia Coca Alvarez und ihr Tanzpartner Edwin in traditionellen Gewändern Tänze aus ihrer Heimat dar. Zum Abschluss zeigte unser Projektchor unter Leitung von Kuni Kieren ebenfalls sein Können und zwar diesmal mit Unterhaltungsliedern und Schlagern, die das Publikum zum Mitmachen animierten. […]

    (Auszug aus dem Bericht von Jürgen Thiery, Vorsitzender des PGR Christkönig-St. Johannes.

    Weitere Informationen zu den aktuellen Reverse-Freiwilligen aus Bolivien und ihren Einsatzstellen bei uns im Bistum finden Sie hier.

  • Für den Klimaschutz: Radfahrer erradeln 193 Bäume für Bolivien bei Rundkurs um den Trierer Dom

    Fünf Runden für einen Baumsetzling: Trotz „bolivianischer Hitze“ von über 30 Grad sind 76 Männer, Frauen und Kinder am 19. Juni um den Trierer Dom geradelt, um Aufforstungsprojekte in Bolivien zu unterstützen. Dafür trat auch Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg kräftig in die Pedale und legte 26 Runden zurück. Insgesamt fuhren die Teilnehmenden 966-mal um den Dom und sponserten damit 193 Bäume für das Partnerland des Bistums Trier. Zusätzliche Spenden ließen die Zahl der Bäume auf insgesamt 288 wachsen. Diese kommen unter anderem dem „Wald der Kinder“ zugute, den Schüler in der bolivianischen Stadt El Alto pflanzen und sich so für den Klimaschutz engagieren.

    „Mit ihrem Einsatz haben die Teilnehmer ein deutliches Zeichen gesetzt, dass sie die Anstrengungen der bolivianischen Partner für Umweltschutz und Aufforstung unterstützen wollen“, sagte Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier. Die Weltkirche hatte im Rahmen des Stadtradelns zur Aktion „Fünf für einen – Radeln für Baumsetzlinge in Bolivien“ eingeladen. Es sei ein „öffentliches Zeichen für den Klimaschutz und für die Veränderung des persönlichen Lebensstils zur Nachhaltigkeit“.

    Spenden sind möglich an IBAN: DE62 3706 0193 3007 8480 47 BIC: GENODED1PAX Stichwort: Bolivienpartnerschaft Bistum Trier „Wald der Kinder".

  • Wassernotstand im Partnerland Bolivien

    Bolivien erlebt momentan die schwerste Dürre seit 25 Jahren. In sieben der zehn größten Städte des Landes herrscht bereits Wasserknappheit. Die Regierung rief am 21. November den Katastrophenfall aus und wies die Bevölkerung an, Wasser zu sparen.

    Die bolivianische Regierung hat wegen einer schweren Dürre den Katastrophenfall ausgerufen. Das Kabinett habe ein Dekret verabschiedet, mit dem angesichts der Dürre und Wasserknappheit in vielen Regionen der nationale Notstand ausgerufen werde, sagte Staatspräsident Evo Morales. Auf dieser Grundlage könnten der Staat und die Kommunen Hilfsgelder freigeben, um das "Menschenrecht auf Zugang zu Wasser" zu erfüllen.

    Zudem rief Morales die Bevölkerung zum Wassersparen auf, wie die Zeitung "La Razón" berichtet. Die Menschen sollten sich auf das Schlimmste vorbereiten, das Problem könne nicht so schnell behoben werden, sagte der Präsident. Der staatliche Wasserversorger Epsas hat daher begonnen, das Trinkwasser zu rationieren, darunter in der Hauptstadt La Paz. Einige Gegenden werden durch Tankwagen mit Wasser versorgt.

    Bolivien leidet unter der schwersten Dürre seit 25 Jahren, zudem war 2016 das heißeste Jahr in dem Andenstaat seit hundert Jahren. Fehlplanungen verschärften die Krise, die durch den Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño hervorgerufen wurde. Seit zwei Wochen herrscht akute Wasserknappheit in sieben der zehn größten Städte des Landes.

    Pfarrer Konrad Lisowski, der als Trierer Priester im Rahmen der Bolivienpartnerschaft in El Alto arbeitet, schrieb vergangene Woche: „In El Alto, aber auch in ganz Bolivien gibt es eine enorme Krise. Wasser!!! Es regnet nicht und die Wassertanks sind leer. Seit letzter Woche wird in La Paz Wasser rationiert. 90 Barrios (Stadtviertel) haben gar kein Wasser. Seit heute auch in El Alto. Ich habe Wasser bis 12 Mittags und das nur sehr wenig. Nachmittags ist es abgestellt. Die Menschen werden langsam nervös und die ersten Proteste gehen los.“

  • Bolivienreise 2016

    Vom 15. Juli bis 6. August waren Vertreter von Boliviengruppen und Multiplikatoren aus den Diözesen Trier und Hildesheim zur Begegnungsreise in Bolivien. Lesen Sie hier von ihren Eindrücken und Begegnungen:

    Von Lebensperspektiven, Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit

    Jugendgruppen und Jugendarbeit der Caritas in der Region Cobija - von C. Hof

    Wann hilft Hilfe?

    Besuch eines Caritas-Projekts in Pando, das durch Urwaldpflanzungen Selbstversorgung ermöglichen möchte - von C. Hof

    Partner stärken Umweltbewusstsein

    Über Maßnahmen zur Vermittlung von Umweltbewusstsein in der Gegend von Patacamaya und einen Besuch in der Mine von Colquiri - von L. Kuhn

  • Erzbischof aus Bolivien zu Gast in den Willi-Graf-Schulen

    „Mama, ich habe Jesus getroffen…“

    Zuletzt im Jahre 2007 besuchte ein Erzbischof aus Bolivien die Willi-Graf-Schulen. Auch diesmal geschah es durch den Kontakt zur Diözesanstelle Weltkirche und die Organisation von Herrn Ludwig Kuhn, dass Erzbischof Jésus Juárez Párraga aus Sucre in Bolivien an diesem sonnigen Junimorgen zu Besuch war. Ziel seines Aufenthaltes war es, mit Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium ins Gespräch zu kommen und auch über die Partnerschule San Juanillo in Sucre zu berichten. Weiterlesen…