Nachrichten aus der Bolivienpartnerschaft

  • Deutsch-bolivianisches Schüler-Workcamp erfolgreich zu Ende gegangen!

    Im Juni fand zum ersten Mal ein Schüler-Workcamp mit Beteiligung von drei Partnerschulen aus Potosí, Santa Cruz und Sucre sowie zwei deutschen Partnerschulen, dem Angela-Merici-Gymnasium Trier und den Willi-Graf-Schulen Saarbrücken, statt. Insgesamt drei Wochen verbrachten die gut 30 Jugendlichen zusammen und lernten einander und die Kultur des anderen besser kennen.

    Nach einem Einführungswochenende in Hermeskeil verbrachten die Gäste eine Woche an ihren Partnerschulen. Hier besuchten sie verschiedene Klassen und berichteten von ihrer Heimat, ihrer Schule und den Herausforderungen, vor denen ihre Region hinsichtlich der Wasserproblematik steht. Die deutschen Schülerinnen und Schüler zeigten sich sehr am Austausch mit den Bolivianern interessiert.

    Um noch tiefer in das Jahresthema der Bolivienpartnerschaft einzusteigen, versammelten sich alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler für drei Tage zu einem gemeinsamen Seminar im Jugendhaus Rascheid. Hier lernten die Jugendlichen viel über virtuelles Wasser, den Wasserkrieg von Cochabamba und darüber, welchen Auftrag wir als Christen haben, uns für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Außerdem wurden Pläne geschmiedet, in welcher Form die Partnerschaft zwischen den Schulen in Zukunft gestaltet werden kann. Das Highlight des Seminars war die noche cultural – ein bunter Abend, bei dem sowohl die Bolivianer als auch die Deutschen ihre Tanzkünste unter Beweis stellten und der jeweils anderen Gruppe ein paar Tanzschritte beibrachten. Den Abschluss der Reise bildeten ein Wochenende im Harz mit erlebnispädagogischen Elementen und schließlich drei Tage in Berlin. Beim Besuch des Bundesumweltministeriums oder der Gedenkstätte Sachsenhausen wurden den Gästen Geschichte und Kultur Deutschlands noch näher gebracht.

    Die Schülerbegegnung wurde vom Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) sowie von Lotto Rheinland-Pfalz und dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) finanziell unterstützt.

  • Toribio Ticona: neuer Kardinal für Bolivien!

    Ein Kardinal, der nach Schaf und Mine riecht

    Am Pfingstsonntag hat Papst Franziskus 14 neue Kardinäle ernannt. Viele von ihnen arbeiten in Randgebieten. Unter ihnen ist auch Toribio Ticona, ein emeritierter Bischof aus einer armen, von Landwirtschaft geprägten Diözese Boliviens. Bevor er Bischof wurde, arbeitete er als Bauer, Schuhputzer, Minenarbeiter, Maurer und Zeitungsverkäufer.

    Viele hat seine Ernennung sicherlich überrascht, bricht sie doch mit dem traditionellen Bild von reichen Kardinälen der Kirche, die aus Adelsfamilien stammen oder zuvor Bischöfe in den großen Städten der Welt waren. Toribio Ticona entspricht einem anderen Bild: Dem Bild des armen und einfachen Hirten, der immer nah am ländlichen Volk und den Minenarbeitern ist.

    Ich habe ihn viele Male getroffen und erinnere mich besonders an eine Begegnung, in der er mich zu einem Treffen mit den kirchlichen Basisgemeinden in einem Minendistrikt einlud. Da war es Toribio Ticona selbst, der uns am Tisch bediente.

    Diese Ernennung ist kein Zufall. Sie entspricht dem Interesse von Papst Franziskus, die Kirche zu reformieren und wieder zu einer armen Kirche der Armen zurückzukehren. Einer Kirche, die an den Rand geht und sich der Bedürftigen annimmt. Eine Kirche, deren Priester weder Feudalherren sind noch über dem Volk stehen, sondern Diener, die nach Schaf riechen und mit dem sturen Klerikalismus brechen, um eine Kirche des Volkes Gottes zu errichten.

    Die Erhebung stellt auch eine Kritik an einer Gesellschaft dar, die Mauern baut, um sich gegen arme Migranten zu verteidigen und in der der Präsident des mächtigsten Landes der Welt die ausländischen Migranten als „Tiere“ bezeichnet. Sie kritisiert eine Welt, in der nur Reichtum, Konsum, Prestige und Macht zählen, die sich hinter „Brot und Spielen“ in Form glamouröser Hochzeiten und spektakulären Sportereignissen versteckt.

    Angesichts dieser falschen und ungerechten Welt bedeutet die Ernennung von Toribio Ticona, dass es wichtigere Werte im Leben gibt, wie beispielsweise Ehrlichkeit, Arbeit, Bescheidenheit, Gerechtigkeit und die Solidarität mit den Armen.

    Victor Codina, S.J., 21.05. 18, Nachrichtenagentur FIDES

    Übersetzung: Regina Schömig-Schmitz

  • Knapp 240 Bäume für den Partnerschaftswald in Patacamaya erradelt!

    Trier - Sich im Kreis bewegen und doch vorankommen. Das war die Kunst der Radfahr-Aktion der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier am Sonntag, 3. Juni, beim Rad-Rundkurs rund um den Trierer Dom. Denn, für fünf gefahrene Runden um den Dom, also für fünf Kilometer Radeln, wird ein Baum-Setzling in Bolivien gepflanzt werden. In diesem Jahr fördert die Diözesanstelle den Partnerschaftswald in Patacamaya. Der Rad-Rundkurs war zeitgleich mit der Auftakt-Veranstaltung zum diesjährigen Trierer Stadtradeln und wurde in Kooperation mit der Stadt Trier organisiert.

    Auch Weihbischof Jörg Michael Peters umrundete die Kathedrale für den guten Zweck. Er war einer von insgesamt 50 Teilnehmenden, die 730-mal um den Dom fuhren. Sie zusammen sponserten damit 238 Bäume für das Partnerland des Bistums Trier. Diese Zahl wird nach Auskunft von Ludwig Kuhn, dem Leiter der Diözesanstelle, noch steigen, da einige Teilnehmer ihren Beitrag noch überweisen werden.

    „Freude am Sport und das für eine gute Sache“, so erläuterte Weibischof Peters seine Motivation an diesem sonnigen Nachmittag. Die Strecke selbst war für ihn keine größere Herausforderung. „Ich fahre häufig mit dem Rad und am liebsten die Strecke von Trier nach Saarburg.“ Auch für Ludwig Kuhn stand der Spaß am Radfahren im Mittelpunkt. „Zudem unterstützen wir damit die konkrete Umsetzung eines Projektes in unserem Partnerland Bolivien“, erklärt Kuhn. Ein Schwerpunkt der Partnerschaft sei die Klimagerechtigkeit „und das ist etwas, an dem beide Partner arbeiten müssen: Wir hier bei uns, wie auch unsere Partner in Bolivien.“ Weiter...

  • Willi-Graf-Schulen sammeln 13.000 Euro für Partnerschule in Sucre

    Saarbrücken/Sucre – Mehr als 13.000 Euro haben die Schülerinnen und Schüler der Willi-Graf-Schulen (WGS) in Saarbrücken seit Weihnachten für die Partnerschule der WGS, das Colegio San Juanillo im Bolivianischen Sucre gesammelt. Am Dienstag, 15. Mai, übergaben Sie die Spenden stellvertretend an Ludwig Kuhn, den Leiter der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier, der für die Bolivienpartnerschaft im Bistum mitverantwortlich ist. Die Übergabe fand im Eingang der WGS unter dem Missionskreuz statt, einem Geschenk aus Bolivien, das im ganzen Bistum unterwegs ist und zurzeit Station in Saarbrücken macht.

    „Seit über zehn Jahren pflegen wir schon eine Partnerschaft mit der Schule San Juanillo in Sucre“, sagte Dr. Helene Neis, Leiterin der Willi-Graf-Realschule bei der Übergabe. Im Februar besuchte sie zusammen mit Stefan Kilz, dem Leiter des Willi-Graf-Gymnasiums zum ersten Mal die Partnerschule in Bolivien. „Wir haben einen ganzen Tag in der Schule verbracht und konnten uns davon überzeugen, dass das Geld, das wir im Laufe der Jahre gespendet haben, gut angekommen ist“, sagte Neis. So konnte beispielsweise eine Überdachung für den Sportplatz der Schule gebaut werden, um die Kinder vor dem Wetter zu schützen. Außerdem konnten Fachräume für Nähkurse oder eine Tischlerwerkstatt ausgestattet werden. „Damit die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sich mit handwerklichen Aufgaben Geld dazu zu verdienen“, erklärte die Leiterin. Weiter...

  • Erstes Spendertreffen der Bolivienpartnerschaft

    Trier – An vielen Orten im Bistum Trier engagieren sich Menschen für die Bolivienpartnerschaft – durch Aktionen, ideell oder auch finanziell. Erstmals hat die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier die Frauen und Männer, die die Partnerschaftsarbeit regelmäßig finanziell unterstützen, zu einem Treffen am 21. April während der Heilig-Rock-Tage eingeladen. „Wir wollen damit zum einen unsere Wertschätzung für diese regelmäßige Unterstützung ausdrücken und zum anderen darüber informieren, wie das Geld verwendet wird“, erklärte Ludwig Kuhn, der Leiter der Diözesanstelle. Weiter...

  • Delegationsreise nach Bolivien: Bischof Ackermann besucht bolivianische Partnerkirche

    Trier/La Paz – Bischof Dr. Stephan Ackermann ist Ende Februar zu einer Reise nach Bolivien aufgebrochen. Vom 24. Februar bis zum 5. März war der Trierer Bischof zusammen mit Vertretern aus Politik sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bistum Trier auf Einladung der Bolivianischen Bischofskonferenz durch das lateinamerikanische Land gereist. „Ich freue mich sehr auf die Reise nach Bolivien und die zahlreichen Begegnungen mit den Menschen dort“, sagte Bischof Ackermann. „Wir wollen durch unsere Reise zeigen, dass die Partnerschaft zwischen dem Bistum Trier und der Bolivianischen Kirche auch nach mehr als 50 Jahren immer noch lebendig ist und wir – gerade in Zeiten des Klimawandels – als Christen weltweit zusammenstehen in unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung.“

    Das Bistum Trier ist seit 1960 partnerschaftlich mit der Bolivianischen Kirche verbunden. Im Fokus der diesjährigen Delegationsreise standen die derzeitigen Schwerpunkte der Bolivienpartnerschaft: Schöpfungsverantwortung und Klimagerechtigkeit. Bischof Ackermann und die Delegation, die ihn begleitet hat, haben sich verschiedene Projekte in unterschiedlichen Teilen des Landes angesehen, aber auch Vertreter der Bolivianischen Bischofskonferenz zu Beratungen über die weitere Entwicklung der Partnerschaft getroffen.

    Eine Station der Reise war Tarija, im Süden Boliviens, wo sich die Gruppe um den Bischof auf einem Weingut ein Projekt zur effizienteren Weinproduktion angesehen hat. In dem Projekt wird Wein mit deutlich reduziertem Energie- und Wasserverbrauch hergestellt. Das Projekt ist von der Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Im Südwesten des Landes hat die Delegation eine Pilotanlage zum Abbau von Lithium besucht: Am Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne der Welt, befindet sich eines der größten Vorkommen von Lithium, ein Material, das insbesondere zur Herstellung von Batterien verwendet wird und für die Entwicklung der E-Mobilität eine große Rolle spielt. Des Weiteren standen Besuche von Partnerschulen der Bistumsschulen auf dem Programm. Dr. Helene Neis und Stefan Kilz, die beiden Schulleiter der Willi-Graf-Schulen (WGS) in Saarbrücken, haben die Reise genutzt, um dem Colegio San Juanillo in Sucre, der Partnerschule der WGS, einen Besuch abzustatten.

    Der Abschluss der Reise waren die Stationen in La Paz, dem Regierungssitz des Landes, und El Alto. Bischof Ackermann hat die Pfarrei von Pfarrer Konrad Lisowski besucht, der als Trierer Priester seit 2013 in der Millionenstadt tätig ist. Dort hat sich Bischof Ackermann außerdem mit Freiwilligen aus dem Bistum Trier getroffen, die aktuell einen sozialen Friedensdienst in verschiedenen Teilen Boliviens leisten. Jedes Jahr entsendet das Bistum etwa 30 Jugendliche aus dem ganzen Bistum in soziale Projekte weltweit, einen Großteil von ihnen nach Bolivien. (D. Holl)

    Die Reise können Sie auf Facebook, Twitter, Instagram verfolgen. 

  • V. Amerikanischer Missionskongress: Bolivianisches Missionskreuz im Bistum unterwegs

    Im Juli 2018 findet in Santa Cruz der V. Gesamtamerikanische Missionskongress statt, zu dem mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Amerika, von Mexiko bis Feuerland, erwartet werden. Als Symbol der Vorbereitung wandert ein in der Chiquitania im bolivianischen Tiefland hergestelltes Missionskreuz durch alle Länder des amerikanischen Kontinents und sämtliche Diözesen Boliviens. Beim Besuch der bolivianischen Bischofskonferenz im September 2017 übergab der Vorsitzende der bolivianischen Bischofskonferenz, Bischof Ricardo Centellas, ebenfalls ein solches Kreuz an die Trierer Partnerkirche als Zeichen der Verbundenheit. Dieses Kreuz wird nun ebenfalls durch unser Bistum wandern und an verschiedenen Orten zu sehen sein. Hier finden Sie weitere Informationen zum Kreuz und Zeugnisse der einzelnen Stationen.

     

  • Bienvenidos! Die neuen Reverse-Freiwilligen sind da!

    Ab Ende Januar werden 15 neue Reverse-Freiwillige aus aller Welt ins Bistum kommen. Nach einem Einführungsmonat in Trier werden Sie ab März den Dienst in ihren Einsatzstellen antreten. Im Rahmen der Partnerschaft werden auch fünf junge Menschen aus Bolivien dabei sein. Diese werden in folgenden Einrichtungen eingesetzt:

    NameEinsatzstellePartnergruppe/Verband
    Jhamir Ticona LimachiCafé Exodus, SaarbrückenBDKJ
    Adalíd Ramírez ZárateCaritas Werkstatt, TrierBDKJ
    Laura Marcela Arandia SejasHofgut SerrigGymnasium Serrig
    Alexander Daniel Claros RossFachstelle für Kinder- und Jugendpastoral, Bad KreuznachDPSG Trier, Pfadfinder Bingen
    Carlos Ernesto Munhoz MendozaProjekt 3 - Villa Ausonius, Oberfellehem. Freiwillige
  • Weihnachtsgrüße aus Bolivien

  • "Wir müssen den Erfahrungsschatz dieser Menschen retten" - Bischof von Pando besorgt über die Situation der Indigenen

    Mons. Eugenio Coter, Bischof des apostolischen Vikariats Pando und zugleich bolivianischer Vertreter des panamazonischen Netzwerks REPAM, zeigt sich besorgt über die Lage der indigenen Völker in Bolivien und die aktuellen Entwicklungen im TIPNIS. Weiter...

  • Bolivien-Partnerschaftswoche 2017

    Mit zahlreichen Gästen, Begegnungen und guten Gesprächen haben wir vom 24. September bis 1. Oktober die Bolivien-Partnerschaftswoche 2017 gefeiert. Zum Auftakt waren gleich mehrere Mitglieder der bolivianischen Bischofskonferenz im Bistum zu Gast. Weiter...

  • Dienst- und Begegnungsreise des BDKJ

    Neue Impulse für die Bolivien-Partnerschaft. Die pastorale Arbeit in Bolivien und der Austausch mit Partnerorganisationen standen im Mittelpunkt einer Reise von zehn Vertretern der Katholischen Jugendarbeit im Bistum Trier in das südamerikanische Partnerland des Bistums Trier. Weiter...

  • SoFiA e.V. entsendet 30 junge Menschen in die Welt

    Am 3. Juli wurden 30 junge Männer und Frauen aus dem Bistum in ihren Freiwilligendienst entsandt, den sie im August antreten werden. Neun Freiwillige werden nach Bolivien ausreisen. Mehr Informationen zu den neuen Bolivien-Freiwilligen und ihren Einsatzorten finden Sie hier

    Eine Pressemeldung zur Entsendefeier finden Sie auf der Homepage des Bistums.

  • Bolivianische Tanzeinlage beim Pfarrfest in St. Johannes, Saarlouis-Steinrausch

    Auch zwei kleine Regenschauer während unseres Festes am 25. Juni konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Ansonsten im Trockenen konnten wir das leckere Essen und die gepflegten Getränke bei intensiven Gesprächen genießen.
    Das Thema 500 Jahre Reformation hatten wir zum Anlass genommen, gemeinsam mit unseren protestantischen Schwestern und Brüdern zum Pfarrfestauftakt einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Vielen Dank noch einmal Pastor Hilka für seine Predigt, in der er die Bedeutung unseres Namenspatrons, dem Hl. Johannes der Täufer, herausgestellt hat und dass Jesus Christus selbst zugegen ist, wenn wir unser Pfarrfest feiern. [...]

    Anschließend brachten uns die bolivianische Freiwillige Nohelia Coca Alvarez und ihr Tanzpartner Edwin in traditionellen Gewändern Tänze aus ihrer Heimat dar. Zum Abschluss zeigte unser Projektchor unter Leitung von Kuni Kieren ebenfalls sein Können und zwar diesmal mit Unterhaltungsliedern und Schlagern, die das Publikum zum Mitmachen animierten. […]

    (Auszug aus dem Bericht von Jürgen Thiery, Vorsitzender des PGR Christkönig-St. Johannes.

    Weitere Informationen zu den aktuellen Reverse-Freiwilligen aus Bolivien und ihren Einsatzstellen bei uns im Bistum finden Sie hier.

  • Für den Klimaschutz: Radfahrer erradeln 193 Bäume für Bolivien bei Rundkurs um den Trierer Dom

    Fünf Runden für einen Baumsetzling: Trotz „bolivianischer Hitze“ von über 30 Grad sind 76 Männer, Frauen und Kinder am 19. Juni um den Trierer Dom geradelt, um Aufforstungsprojekte in Bolivien zu unterstützen. Dafür trat auch Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg kräftig in die Pedale und legte 26 Runden zurück. Insgesamt fuhren die Teilnehmenden 966-mal um den Dom und sponserten damit 193 Bäume für das Partnerland des Bistums Trier. Zusätzliche Spenden ließen die Zahl der Bäume auf insgesamt 288 wachsen. Diese kommen unter anderem dem „Wald der Kinder“ zugute, den Schüler in der bolivianischen Stadt El Alto pflanzen und sich so für den Klimaschutz engagieren.

    „Mit ihrem Einsatz haben die Teilnehmer ein deutliches Zeichen gesetzt, dass sie die Anstrengungen der bolivianischen Partner für Umweltschutz und Aufforstung unterstützen wollen“, sagte Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier. Die Weltkirche hatte im Rahmen des Stadtradelns zur Aktion „Fünf für einen – Radeln für Baumsetzlinge in Bolivien“ eingeladen. Es sei ein „öffentliches Zeichen für den Klimaschutz und für die Veränderung des persönlichen Lebensstils zur Nachhaltigkeit“.

    Spenden sind möglich an IBAN: DE62 3706 0193 3007 8480 47 BIC: GENODED1PAX Stichwort: Bolivienpartnerschaft Bistum Trier „Wald der Kinder".

  • Wassernotstand im Partnerland Bolivien

    Bolivien erlebt momentan die schwerste Dürre seit 25 Jahren. In sieben der zehn größten Städte des Landes herrscht bereits Wasserknappheit. Die Regierung rief am 21. November den Katastrophenfall aus und wies die Bevölkerung an, Wasser zu sparen.

    Die bolivianische Regierung hat wegen einer schweren Dürre den Katastrophenfall ausgerufen. Das Kabinett habe ein Dekret verabschiedet, mit dem angesichts der Dürre und Wasserknappheit in vielen Regionen der nationale Notstand ausgerufen werde, sagte Staatspräsident Evo Morales. Auf dieser Grundlage könnten der Staat und die Kommunen Hilfsgelder freigeben, um das "Menschenrecht auf Zugang zu Wasser" zu erfüllen.

    Zudem rief Morales die Bevölkerung zum Wassersparen auf, wie die Zeitung "La Razón" berichtet. Die Menschen sollten sich auf das Schlimmste vorbereiten, das Problem könne nicht so schnell behoben werden, sagte der Präsident. Der staatliche Wasserversorger Epsas hat daher begonnen, das Trinkwasser zu rationieren, darunter in der Hauptstadt La Paz. Einige Gegenden werden durch Tankwagen mit Wasser versorgt.

    Bolivien leidet unter der schwersten Dürre seit 25 Jahren, zudem war 2016 das heißeste Jahr in dem Andenstaat seit hundert Jahren. Fehlplanungen verschärften die Krise, die durch den Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño hervorgerufen wurde. Seit zwei Wochen herrscht akute Wasserknappheit in sieben der zehn größten Städte des Landes.

    Pfarrer Konrad Lisowski, der als Trierer Priester im Rahmen der Bolivienpartnerschaft in El Alto arbeitet, schrieb vergangene Woche: „In El Alto, aber auch in ganz Bolivien gibt es eine enorme Krise. Wasser!!! Es regnet nicht und die Wassertanks sind leer. Seit letzter Woche wird in La Paz Wasser rationiert. 90 Barrios (Stadtviertel) haben gar kein Wasser. Seit heute auch in El Alto. Ich habe Wasser bis 12 Mittags und das nur sehr wenig. Nachmittags ist es abgestellt. Die Menschen werden langsam nervös und die ersten Proteste gehen los.“

  • Bolivienreise 2016

    Vom 15. Juli bis 6. August waren Vertreter von Boliviengruppen und Multiplikatoren aus den Diözesen Trier und Hildesheim zur Begegnungsreise in Bolivien. Lesen Sie hier von ihren Eindrücken und Begegnungen:

    Von Lebensperspektiven, Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit

    Jugendgruppen und Jugendarbeit der Caritas in der Region Cobija - von C. Hof

    Wann hilft Hilfe?

    Besuch eines Caritas-Projekts in Pando, das durch Urwaldpflanzungen Selbstversorgung ermöglichen möchte - von C. Hof

    Partner stärken Umweltbewusstsein

    Über Maßnahmen zur Vermittlung von Umweltbewusstsein in der Gegend von Patacamaya und einen Besuch in der Mine von Colquiri - von L. Kuhn

  • Erzbischof aus Bolivien zu Gast in den Willi-Graf-Schulen

    „Mama, ich habe Jesus getroffen…“

    Zuletzt im Jahre 2007 besuchte ein Erzbischof aus Bolivien die Willi-Graf-Schulen. Auch diesmal geschah es durch den Kontakt zur Diözesanstelle Weltkirche und die Organisation von Herrn Ludwig Kuhn, dass Erzbischof Jésus Juárez Párraga aus Sucre in Bolivien an diesem sonnigen Junimorgen zu Besuch war. Ziel seines Aufenthaltes war es, mit Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium ins Gespräch zu kommen und auch über die Partnerschule San Juanillo in Sucre zu berichten. Weiterlesen…