Trierer Eindrücke vom Missionskongress

Auf dieser Seite werden die Vertreter des Bistums Trier, die zum Missionskongress nach Santa Cruz de la Sierra aufgebrochen sind, von ihren Erfahrungen und Eindrücken während des Kongresses berichten.

  • Tag 5 des Missionskongressees - Eindrücke von Michael Meyer vom 14. Juli

    Tag 5, Freitag 14.07.2018
    Mission praktisch: Nach der Entsendung am frühen Morgen ziehen die Kongressteilnehmer zu zweit durch die Straßen und Viertel ihrer jeweiligen gastgebenden Pfarreien, um persönlich vom Missionskongress zu berichten, aber auch um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Dieses Art und Weise der Straßen "Mission" trifft im kulturellen Kontext Boliviens auf viele offene Türen... Am Nachmittag endet der Kongress mit einem bewegenden Abschlussgottesdienst am "Cristo de Concordia", auf dem Platz dort wo Papst Franziskus vor 3 Jahren den offiziellen Startschuss zum fünften CAM gegeben hat und die "Missionskreuze" in alle Länder Lateinamerikas entsandt hat. Erzbischof Sergio Gualberti, Santa Cruz, nimmt in seiner aufrüttelnden Predigt Bezug auf die Völkerwallfahrt zum Berg Zion (Jesaja 2) und ermutigt die Kongressteilnehmer, ihre Sendung vor Ort in ihren Heimatländern als eine Mission des Friedens, der Gerechtigkeit, der Wahrheit und der Barmherzigkeit aufzuhnehmen. (M. Meyer)

  • Tag 4 des Missionskongresses - Eindrücke von M. Meyer und P. Nilles vom 13. Juli

    "Mission und Prohpetie" steht als Hauptwort über dem vierten Kongresstag. Luis Castro, Erzbischof von Tunja in Kolumbien, beginnt seinen Votrag mit dem Zitat eines seiner "Catequistas":
    "Ich kann doch nicht lesen - Schick mir nicht deine Papiere - Ich kann doch wirklich nicht lesen - Schick mir einen Menschen, der mir die Botschaft überbringt; den will ich sehen".
    Missionarische Zeugnis also über den Königsweg des eigenen Lebenszeugnisses! Am Vormittag verabschiedet sich Kardinal Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Sondergesandte von Papst Franziskus, unter großem Jubel und mit dem Mottolied, das inzwischen zu einem Ohrwurm geworden ist: "América en Misión - El Evangelio es alegría". Der neue Kardinal Boliviens, Toribio Ticona, bedankt sich im Namen der bolivianischen Kirche bei Card. Filoni (s. Foto). Unser Workshop am Nachmittag gestalten wir als einen Markt der Möglichkeiten. Die Teilnehmer stellen sich ihre missionarischen Initiativen und Impulse vor: Der "Missionssommer" in Puerto Rico trifft da auf die "Missionarische Kar- und Osterfeier für Jugendliche" in Peru; die "Missionarische Bildung für Laien zur Friedensarbeit in Mexiko" auf "Stärkung des Missionsbewusstseinsarbeit für alle Getauften im Volk Gottes" in Brasilien. Welch ein Reichtum von Erfahrungen und Impulsen!
    Am Abend sind alle Kongressteilnehmer in ihren Pfarreien zusammen mit den gastgebenden Familien zum Gottesdienst und Fest der Kulturen eingeladen. Übrigens haben sich für die mehr als 3000 Teilnehmer mehr Gastfamilien gemeldet, als Teilnehmer anwesend waren. Noch einmal bewahrheitet sich, dass die Gastfreundschaft in Bolivien groß geschrieben wird, besonders aber hier in Santa Cruz: "La Ley del crucenho es la hospitalidad" (Das erste Gebot in Santa Cruz ist die Gastfreundschaft). Zusammen mit den Mitarbeiter der Nationalen Partnerschaftskommission, der Hildesheimer Delegation, einigen Freiwilligen aus der Partnerschaftsarbeit feiern wir in der Pfarrei "Virgen de Fatima" die Eucharistie und gedenken in besonderer Weise Christine Siebert-Landsberg, der langjährigen Vorsitzenden der Hildesheimer Partnerschaftskommission, die am Tag zuvor gestorben ist. Mit musikalischen Beiträgen und Tänzen aus Bolivien, Chile und Deutschland klingt der Tag froh und heiter aus. (M. Meyer)

     

  • Tag 3 des Missionskongresses - Eindrücke von Michael Meyer vom 12. Juli

    Tag 3, Donnerstag 12.07.2018

    Am Morgen des dritten Kongresstages stehen zwei Hauptvoträge zum Thema "Die Mission in unserer Zeit".

    Der bolivianische Jesuit Sergio Montes betont in seinem viel beachteten Beitrag, dass die kritische Auseinandersetzung mit der Lebensrealität unerlässlich für jeden Missionar -  also für jeden Getauften ! -  sei. Er nimmt Bezug auf die drei großen Handlungsvorschläge, die der internationale Kongress immer wieder nennt: 1. Die Einführung eines neuen kirchlichen Dienstamtes für Frauen ("Ginacolitado"), 2. die Intensivierung der Feier der Eucharistie als Gemeinschaft mit den Armen und 3. die Einrichtung eines panamerkianischen Observatoriums für Menschenrechte.

    Am Nachmittag treffen sich die über 3000 Teilnehmer wieder in ihren Workshops und Arbeitsgruppen. Unsere Trierer Gruppe leitet die Arbeitsgruppe zu "neuen Formen missionarischer Zusammenarbeit", an dem 45 Teilnehmer aus 12 Nationen teilnehmen. (M. Meyer)

  • Tag 2 - Bildimpressionen von Michael Meyer

  • Tag 2 - Statement von Yvonne Uebel

    Am zweiten Tag des Missionskongresses, der unter dem Leitwort "América en misión, el evangelio es alegría (Amerika missionarisch auf dem Weg, das Evangelium bedeutet Freude!)" steht, fanden sich die rund 3000 Teilnehmenden am Versammlungsort ein, um neue Impulse zu erhalten, Erfahrungen auszutauschen und ihrer jeweiligen Ortskirche ein Gesicht zu geben. Bezeichnenderweise widmete sich der erste Vortrag des Kongresses der begeisternden Freude des Evangeliums. Bischof Guido Charbonnea (Honduras) hob in seinen Ausführungen unter anderem hervor, dass es bei der Verkündigung des Evangeliums nicht um eine formelle oder unterkühlte Mitteilung einer Botschaft geht; vielmehr soll diese Verkündigung lebendig und von Freude geprägt sein. Bischof Ricardo Centellas, der Vorsitzende der Bolivianischen Bischofskonferenz, gab in einer der Untergruppen, in denen die Anstöße des Vortrags vertieft und diskutiert wurden, zu bedenken, dass uns nicht die Sammlung von Titeln mit Freude erfüllt, sondern die Großzügigkeit." (Yvonne Uebel)

  • Tag 1 - Statement von Yvonne Uebel

    Kardinal Filoni, Präfekt der Kongregation der Evangelisierung der Völker, betonte in seiner Predigt bei der Messe zur Eröffnung des 5. gesamtamerikanischen Missionskongresses in Santa Cruz: 'Die Mission hat ein einziges Herz, ein einziges Zentrum, einen einzigen Namen: Jesus, der in der hebräischen Terminologie "Gott ist Hilfe" heißt.'" (Yvonne Uebel)

  • Tag 1 - Statement von Bischof Ricardo Centellas

    "Dieses missionarische Ereignis möge das Leben der Kirche Boliviens erneuern. Es ist ein wertvolles Zeichen, dass das Missionskreuz in dieser Woche des Missionskongresses in der Kathedrale von Trier steht."

    Bischof Ricardo Centellas, Vorsitzender der Bolivianischen Bischofskonferenz

  • Tag 1 - Erste Eindrücke von Michael Meyer und Peter Nilles