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Gemeinsam gegen COVID-19: Mit den Partnern die Betroffenen in Bolivien unterstützen!

Hier erfahren Sie, wie sich das Virus auf das Leben der Menschen in Bolivien auswirkt.

Einrichtung einer Corona-Krankenstation im Hospital Católico in Santa Cruz

Die Region um Santa Cruz de la Sierra leidet besonders unter der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus. Das ohnehin schlecht ausgestattete Gesundheitssystem war landesweit schnell überlastet. International sorgten Fälle für Aufsehen, bei denen Menschen vor den Türen der Krankenhäuser starben, weil diese keine Kapazitäten mehr hatten.

Viktor Hugo Valda Antelo ist der Leiter des „Hospital Católico“ der Erzdiözese Santa Cruz. Im Interview erklärt er: „Leider sterben einige nicht, weil wir nicht bereit sind, uns um sie zu kümmern, sondern weil uns die Mittel fehlen. Die Kurve der Infizierten nimmt weiter zu, und die Situation wird noch tragischer werden; wir wissen jedoch, dass wir in diesem Kampf nicht allein sind, Gott ist mit uns.“

Das Krankenhaus hat die Initiative ergriffen und eine neue COVID-19-Station eingerichtet. Das Bistum Trier unterstützt das Vorhaben der Partnerinnen und Partner vor Ort und hilft durch Geld- und Sachspenden bei der Ausstattung der Station mit Beatmungsgeräten und Infusionspumpen.

Dabei kommt Unterstützung von vielen Seiten: das Trierer Krankenhaus der Barmherzigen Brüder spendete dringend benötigte Infusionspumpen. Der Transport stellte zunächst ein Problem dar, da die meisten Frachtunternehmen Lieferungen nach Bolivien zwischenzeitlich eingestellt hatten. Mit Hilfe der bolivianischen Botschaft in Berlin und des Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (La Paz) konnten die Geräte dennoch nach Bolivien überstellt werden.

Zunächst war die Station in Santa Cruz für 11 Betten ausgelegt. Da sie aber schnell ausgelastet war, wird sie stetig erweitert und umfasst mittlerweile bereits 40 Betten. Pfarrer Christian Mueszig von der Caritas Santa Cruz zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Durch die neue COVID-Abteilung ist die Gesamtbettenzahl deutlich angewachsen. Nadelöhr bleiben die Beatmungsgeräte, aber dank der Unterstützung ist jetzt ein erheblich erweitertes Angebot zur Betreuung gegeben.“

Dennoch ist kein Grund zur Entwarnung gegeben: vor allem Beatmungsgeräte werden weiterhin dringend benötigt. Viktor Hugo Valda und Pfarrer Christian Mueszig hoffen, die Station weiter ausbauen und genug Kapazitäten schaffen zu können, um niemanden mehr abweisen zu müssen - ein ehrgeiziges Ziel angesichts der weiterhin steigenden Zahlen.

Für jedes Beatmungsgerät benötigt das Krankenhaus eine Förderung von 12.000 Euro und je 600 Euro für gebrauchte und aufbereitete Infusionspumpen.

Solidaritätsaktionen der Diözesen und Gemeinden

In ganz Bolivien herrschte über viele Wochen eine strenge Ausgangssperre. Die Menschen durften nur an jeweils einem Vormittag pro Woche das Haus verlassen. Mittlerweile wurden die Regelungen in einigen Städten etwas gelockert, in den meisten Regionen herrschen jedoch weiterhin strengste Ausgangsbeschränkungen. Die Mehrheit der bolivianischen Bevölkerung arbeitet jedoch im "informellen Sektor", hat also keinen Arbeitsvertrag und lebt von dem Geld, das sie mit Gelegenheitsjobs verdient.

In allen Diözesen Boliviens haben Pfarreien und Schulen zu Solidaritätsaktionen für diejenigen Familien aufgerufen, die durch die Ausgangssperre keine Mittel mehr für das tägliche Essen haben. Auch Menschen in Heimen und in Gefängnissen, die allein auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen sind, werden mit Hilfspaketen versorgt.

Ein Hilfspaket mit Grundnahrungsmitteln und weitere Dingen des alltäglichen Bedarfs kostet 100 Bolivianos, etwa 14 Euro.

Schutzkleidung für Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzte

Für Gesundheitseinrichtungen in allen Teilen des Landes stellt die Bolivianische Kirche 1.000 Schutzanzüge für medizinisches Personal zur Verfügung. So sollen die, die sich in der direkten Pflege für Corona-Infizierte engagieren, geschützt werden.

Die Kosten für eine gesamte Schutzkleidung liegen bei etwa 40 Euro.

Mit Ihrer Spende stärken Sie die Menschen in Bolivien. Sie engagieren sich in der Behandlung der Infizierten und versorgen die auf sich gestellten armen Familien in den Stadtteilen und Dörfern.

Spendenkonto:
Bistum Trier – Bolivienpartnerschaft

IBAN: DE62 3706 0193 3007 8480 47

Spendenvermerk: 300 057 Corona-Hilfe