Ökumenisches Netzwerk für Klimagerechtigkeit vor dem Start

Anwälte für Klimaschutz und gerechte Entwicklung

Zum Erfolg der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris hat der Appell von Papst Franziskus und seine Enzyklika „Laudato Sí“ nicht unwesentlich beigetragen. Dass die Stimme der Kirchen und der Religionsgemeinschaften insgesamt für das Handeln der Staatengemeinschaft bedeutsam ist, sagen nicht wenige gerade nicht kirchliche Beteiligte. Stimme der christlichen Kirchen in Paris waren auch die Teilnehmer des ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit „Geht doch!“. Im Bistum Trier haben wir 10 Tage dieses Pilgerwegs organisiert und mitgestaltet.

Um der Aufgabe gerecht zu werden, den weiteren Prozess von Klimaschutz, Förderung der Anpassung an die Veränderungen durch den Klimawandel vor allem in den Ländern des Südens und die Sorge für eine gerechte soziale Entwicklung kirchlich-kritische zu begleiten und die vielen engagierten Initiativen in den Kirchen zu stärken, wurde der Plan zur Gründung eines Ökumenischen Netzwerks für Klimagerechtigkeit entwickelt. Gerade die christlichen Gruppen können Anwälte dafür sein, dass Klimaschutz und gerechte Entwicklung nicht getrennt werden, dass die Sorge für das gemeinsame Haus das Engagement gegen den Klimawandel und für die Lebensperspektiven gerade der Armen zusammen verfolgt werden. Hierzu braucht es die öffentlichkeitswirksame Stimme der Kirchen.

Verknüpft mit der Diözesansynode
In der Diözesansynode werden Hinweise zur Gestaltung im Bistum Trier gegeben: „Das Bistum Trier wird die geltenden ökologischen Leitlinien konsequent umsetzen und fortentwickeln. Das Konzept zum Klimaschutz wird fortgeschrieben.“ (Abschnitt 4.1.2) In der Empfehlung der Sachkommission heißt es: „In der Ortskirche von Trier gehören diakonisches Selbstverständnis und die Verantwortung für die Schöpfung unmittelbar zusammen.“ Weiter wird auf die Aufgabe der schrittweisen Kompensation für unvermeidbare CO2-Emissionen etwa mittels der Beteiligung an der Klima-Kollekte hingewiesen. (Anlage 2.3)

„Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten,“ so schreibt Papst Franziskus (LS 14). Das Ökumenische Netzwerk will dazu seinen Beitrag leisten.

Weitere Informationen zum Ökumenischen Netzwerk für Klimagerechtigkeit erhalten Sie bei Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche, 0651-7105-396.