Caminando juntos - gemeinsam auf dem Weg

Bolivienpartnerschaft

Wassernotstand im Partnerland Bolivien

Bolivien erlebt momentan die schwerste Dürre seit 25 Jahren. In sieben der zehn größten Städte des Landes herrscht bereits Wasserknappheit. Die Regierung rief am 21. November den Katastrophenfall aus und wies die Bevölkerung an, Wasser zu sparen.

Die bolivianische Regierung hat wegen einer schweren Dürre den Katastrophenfall ausgerufen. Das Kabinett habe ein Dekret verabschiedet, mit dem angesichts der Dürre und Wasserknappheit in vielen Regionen der nationale Notstand ausgerufen werde, sagte Staatspräsident Evo Morales. Auf dieser Grundlage könnten der Staat und die Kommunen Hilfsgelder freigeben, um das "Menschenrecht auf Zugang zu Wasser" zu erfüllen.

Zudem rief Morales die Bevölkerung zum Wassersparen auf, wie die Zeitung "La Razón" berichtet. Die Menschen sollten sich auf das Schlimmste vorbereiten, das Problem könne nicht so schnell behoben werden, sagte der Präsident. Der staatliche Wasserversorger Epsas hat daher begonnen, das Trinkwasser zu rationieren, darunter in der Hauptstadt La Paz. Einige Gegenden werden durch Tankwagen mit Wasser versorgt.

Bolivien leidet unter der schwersten Dürre seit 25 Jahren, zudem war 2016 das heißeste Jahr in dem Andenstaat seit hundert Jahren. Fehlplanungen verschärften die Krise, die durch den Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño hervorgerufen wurde. Seit zwei Wochen herrscht akute Wasserknappheit in sieben der zehn größten Städte des Landes.

Pfarrer Konrad Lisowski, der als Trierer Priester im Rahmen der Bolivienpartnerschaft in El Alto arbeitet, schrieb vergangene Woche: „In El Alto, aber auch in ganz Bolivien gibt es eine enorme Krise. Wasser!!! Es regnet nicht und die Wassertanks sind leer. Seit letzter Woche wird in La Paz Wasser rationiert. 90 Barrios (Stadtviertel) haben gar kein Wasser. Seit heute auch in El Alto. Ich habe Wasser bis 12 Mittags und das nur sehr wenig. Nachmittags ist es abgestellt. Die Menschen werden langsam nervös und die ersten Proteste gehen los.“

Die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier schlägt Brücken zur Kirche von Bolivien und zu vielen Kooperationspartnern im Land. Die bolivianischen Partner sind engagiert in Kinder- und Jugendprojekten, in der Förderung von Pfarreien und pastoralen Initiativen; sie beteiligen sich an der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen wie der sozialen Entwicklung und der Schöpfungsverantwortung.

Wald der Kinder - El Alto
Wald der Kinder - El Alto
Austausch von Landwirt zu Landwirt
Partnerschaftsvereinbarung 2010: Bischof Ackermann & Card. Terrazas

Die Bolivienpartnerschaft ist zu einem Profil-Element des Bistums Trier geworden. Konkrete Solidarität, gemeinsames Eintreten für globale Gerechtigkeit und viele Begegnungen auf Augenhöhe sind Wege des gemeinsamen Engagements unserer Kirchen.

Die Partnerschaft ist eine Einladung.

Austausch über Basisgemeinden in Bolivien
  • Lernen Sie die Initiativen der bolivianischen Partner kennen!
  • Beteiligen Sie sich an der partnerschaftlichen Unterstützung!
  • Nehmen Sie die Gelegenheiten zu Begegnung mit Partnern aus Bolivien wahr und lernen Sie die Kultur und Geschichte Boliviens kennen!
  • Erfahren Sie, wie Partner in Bolivien ihren christlichen Glauben leben und Gemeinde bilden.