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Bischof Ackermann besucht Partnerkirche in Südamerika

Delegationsreise nach Bolivien

Trier/La Paz – Bischof Dr. Stephan Ackermann wird Ende Februar zu einer Reise nach Bolivien aufbrechen. Vom 24. Februar bis zum 5. März wird der Trierer Bischof zusammen mit Vertretern aus Politik sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bistum Trier auf Einladung der Bolivianischen Bischofskonferenz durch das lateinamerikanische Land reisen. „Ich freue mich sehr auf die Reise nach Bolivien und die zahlreichen Begegnungen mit den Menschen dort“, sagte Bischof Ackermann. „Wir wollen durch unsere Reise zeigen, dass die Partnerschaft zwischen dem Bistum Trier und der Bolivianischen Kirche auch nach mehr als 50 Jahren immer noch lebendig ist und wir – gerade in Zeiten des Klimawandels – als Christen weltweit zusammenstehen in unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung.“

Das Bistum Trier ist seit 1960 partnerschaftlich mit der Bolivianischen Kirche verbunden. Im Fokus der diesjährigen Delegationsreise stehen die derzeitigen Schwerpunkte der Bolivienpartnerschaft: Schöpfungsverantwortung und Klimagerechtigkeit. Bischof Ackermann und die Delegation, die ihn begleiten wird, werden sich verschiedene Projekte in unterschiedlichen Teilen des Landes ansehen, aber auch Vertreter der Bolivianischen Bischofskonferenz zu Beratungen über die weitere Entwicklung der Partnerschaft treffen.

Eine Station der Reise ist Tarija, im Süden Boliviens, wo sich die Gruppe um den Bischof auf einem Weingut ein Projekt zur effizienteren Weinproduktion ansehen wird. In dem Projekt wird Wein mit deutlich reduziertem Energie- und Wasserverbrauch hergestellt. Das Projekt ist von der Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Im Südwesten des Landes wird die Delegation eine Pilotanlage zum Abbau von Lithium besuchen: Am Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne der Welt, befindet sich eines der größten Vorkommen von Lithium, ein Material, das insbesondere zur Herstellung von Batterien verwendet wird und für die Entwicklung der E-Mobilität eine große Rolle spielt. Des Weiteren stehen Besuche von Partnerschulen der Bistumsschulen auf dem Programm. Dr. Helene Neis und Stefan Kilz, die beiden Schulleiter der Willi-Graf-Schulen (WGS) in Saarbrücken werden die Reise nutzen, um dem Colegio San Juanillo in Sucre, der Partnerschule der WGS, einen Besuch abzustatten.

Der Abschluss der Reise wird die Station in La Paz, dem Regierungssitz des Landes, und El Alto sein. Bischof Ackermann wird die Pfarrei von Pfarrer Konrad Lisowski besuchen, der als Trierer Priester seit 2013 in der Millionenstadt tätig ist. Dort trifft sich Bischof Ackermann außerdem mit Freiwilligen aus dem Bistum Trier, die in dieser Zeit einen sozialen Friedensdienst in verschiedenen Teilen Boliviens leisten. Jedes Jahr entsendet das Bistum etwa 30 Jugendliche aus dem ganzen Bistum in soziale Projekte weltweit, einen Großteil von ihnen nach Bolivien. (D. Holl)

Die Reise können Sie auf Facebook, Twitter, Instagram oder hier auf unserer Homepage verfolgen. 

Caminando juntos - gemeinsam auf dem Weg

Die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier schlägt Brücken zur Kirche in Bolivien und zu vielen Kooperationspartnern im Land. Die bolivianischen Partner sind engagiert in Kinder- und Jugendprojekten, in der Förderung von Pfarreien und pastoralen Initiativen; sie beteiligen sich an der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen wie der sozialen Entwicklung und der Schöpfungsverantwortung.

Wald der Kinder - El Alto
Wald der Kinder - El Alto
Austausch von Landwirt zu Landwirt
Partnerschaftsvereinbarung 2010: Bischof Ackermann & Card. Terrazas

Die Bolivienpartnerschaft ist zu einem Profil-Element des Bistums Trier geworden. Konkrete Solidarität, gemeinsames Eintreten für globale Gerechtigkeit und viele Begegnungen auf Augenhöhe sind Wege des gemeinsamen Engagements unserer Kirchen.

Die Partnerschaft ist eine Einladung.

Austausch über Basisgemeinden in Bolivien