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Caminando juntos - Gemeinsam unterwegs

Partnerschaft der Kirchen von Trier und Bolivien

Aktuelles

Bolivianische Wahlbehörde gibt keine Zustimmung zur Veröffentlichung der Wahlumfragen der staatlichen Universität UMSA und der Fundación Jubileo zur Präsidentenwahl am 20. Oktober

Umfrage-Ergebnisse lassen Stichwahl zwischen Präsident Evo Morales und dem früheren Präsidenten Carlos Mesa nach der Wahl am 20.Oktober erwarten.

Am 10. Oktober haben die Staatliche Universität UMSA (Universidad Mayor de San Andres / La Paz) und die Fundación Jubileo, eine Einrichtung der sozialwissenschaftlichen Forschung und Fortbildung der katholischen Kirche Boliviens, das Ergebnis einer zweiten Umfrage zur Präsidentenwahl am 20. Oktober der bolivianischen Wahlbehörde vorgelegt.
Dies ist die zweite Umfrage, bei der über 14.000 Wähler in allen Regionen des Landes – sowohl im städtischen wie im ländlichen Bereich – befragt wurden. Die Umfragen wurden professionell vorbereitet und ausgewertet. Nach Aussage der Initiatoren ist es die umfangreichste und in der Auswertung fundierteste Umfrage zu den Präsidentschaftswahlen dieses Jahres.

Bei der Wahl stellen sich 9 Kandidaten zur Wahl: der derzeitige Präsident Evo Morales, (Bewegung für den Sozialismus / „Movimiento Al Socialismo“ MAS), der damit eine umstrittene vierte Amtszeit erreichen würde, und 8 oppositionelle Kandidaten wie Carlos Mesa (Bürgerplattform „Comunidad Ciudadana“ CC) und Óscar Ortiz (BNO „Bolivia Dijo No“ / „Bolivien sagte Nein“).

Die erste Umfrage wurde von der Wahlbehörde als nicht zulässig eingestuft, da Fragen zur Finanzierung der Umfrage nicht beantwortet worden seien. Dem widersprechen die Verantwortlichen und verweisen auf ihr unverzügliches Schreiben an die Wahlbehörde.

Wegen der fehlenden Reaktion und Freigabe durch die Wahlbehörde wurden die jüngsten Umfrageergebnisse fast nur über die sozialen Medien verbreitet.

Nach Angaben des Rektors der Universität UMSA, Dr. W. Albarracin, erreicht Evo Morales 32,3 %, Carlos Mesa 27,0 % und Óscar Ortiz 9,2 %
Dies würde bedeuten, dass sich Präsident Evo Morales einer Stichwahl stellen müsste, da der Abstand zum Kandidaten mit den zweitmeisten Stimmen weniger als 10 % der Stimmen beträgt. Bei der ersten Umfrage, in der über 14.000 Wähler Anfang September befragt wurden, erhielt Evo Morales 31,3 %, Carlos Mesa 24,9 % und Óscar Ortiz 8,0 %.

Die Fundacion Jubileo verfolgt mit der Erarbeitung der Vorwahl-Umfragen wie der Erstellung von Prognosen am Wahltag das Ziel, eine hohe Transparenz für die Wahlprozesse herzustellen und mit den Veröffentlichungen eine Stärkung der demokratischen Strukturen und Werte zu fördern. Die Fundación Jubileo wurde 2003 von der bolivianischen Bischofskonferenz und den Diözesen Trier und Hildesheim gegründet.

13.10.2019

Ludwig Kuhn
Diözesanstelle Weltkirche

Verheerende Waldbrände in Bolivien

Der Amazonasregenwald brennt - nicht nur in Brasilien. Auch in Bolivien, insbesondere im Departamento Santa Cruz, stehen riesige Flächen in Flammen. Vielerorts sind die Feuer weiterhin außer Kontrolle.Bürgerrechtler*innen befürchten, dass - abgesehen von den gesundheitlichen Schäden beim Menschen - viele Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich verschwinden. Das bedroht wiederum die Existenzgrundlage indigener Völker vor Ort.

Der größte Teil der Feuer ist menschengemacht. Ein vor wenigen Wochen erlassenes Dekret von Staatspräsident Evo Morales erlaubt die Abholzung durch Brandrodung in den Departamentos Santa Cruz und Beni. Klimabedingte Dürreperioden verstärken die Brände und lassen die Feuer außer Kontrolle geraten.

Kirchenvertreter in Lateinamerika, wie der Lateinamerikanische Bischofsrat CELAM, rufen die Verantwortlichen zum Handeln auf.

Mons. Sergio Gualberti, der Erzbischof von Santa Cruz, rief in seiner Erklärung "An das pilgernde Volk Gottes in Santa Cruz" zu finanzieller Unterstützung der Betroffenen und zu einem Gebetstag auf. Außerdem positionierte er sich klar gegen die Agrarpolitik der Regierung Morales.

Die CONTIOCAP, eine Verbindung indigener Gruppen zum Schutz des Territoriums, fordert die Ausrufung des nationalen Notstandes, den sofortigen Stopp der Rodungen und die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung bei den Wiederaufforstungsmaßnahmen.

Die drei Erklärungen finden Sie in untenstehendem Ordner.

Auch die bolivianischen Bischöfe haben landesweit zur Unterstützung der meist freiwilligen Brandbekämpfer*innen und zu Sach- und Geldspenden für betroffene Familien und Gemeinden aufgerufen. Das Bistum Trier stellte eine Soforthilfe von 10.000 Euro für das Partnerland zur Verfügung.

Wenn Sie die Initiativen vor Ort unterstützen möchten, können Sie das über das Spendenkonto Bistum Trier, Bolivienpartnerschaft, IBAN: DE62 3706 0193 3007 8480 47, Spendenvermerk: 300 132.

Die Partnerschaft

Die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier schlägt Brücken zur Kirche in Bolivien und zu vielen Kooperationspartnern im Land. Die bolivianischen Partner sind engagiert in Kinder- und Jugendprojekten, in der Förderung von Pfarreien und pastoralen Initiativen; sie beteiligen sich an der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen wie der sozialen Entwicklung und der Schöpfungsverantwortung.

Die Bolivienpartnerschaft ist zu einem Profil-Element des Bistums Trier geworden. Konkrete Solidarität, gemeinsames Eintreten für globale Gerechtigkeit und viele Begegnungen auf Augenhöhe sind Wege des gemeinsamen Engagements unserer Kirchen.

Die Partnerschaft ist eine Einladung.